Charakter: eine der zutraulicheren der Highländer-Herde
Abschied von Ulla-die Eule Ulla war eines der 14 schottischen Hochlandrinder, die wir 2016 als komplette Herde übernahmen. Zum Glück war sie nicht tragend.
Als Älteste der Herde war sie neben Chef Poppey das Leittier der Herde.
Sie hatte als eine der wenigen bereits einen Namen: Eule, so dass wir diesen gemäß unserem Rettungsalphabet ("U" war dran), mit ihrem neuen Namen Ulla kombinierten. Gerufen haben wir sie aber "Eule".
Man konnte sie jederzeit erkennen an der asymmetrischen Stellung ihrer imposanten Hörner.
Ulla Eule ist in der Nacht auf den 23.01.2020 gestorben. Sie war vorher nicht auffällig und ist wohl einfach hinüber gewechselt.
Mit 18einhalb Jahren ist das für ein Rind auch zulässig. Trotzdem war sie jemand, den wir vermissen werden. 💝
Babette ist die Tochter von Anna und kam zusammen mit ihrer Mama im November 2019 zu uns auf den Hof. Anna ging im Dezember 2022 über die Regenbogenbrücke. Während Anna sehr scheu war, kommt Babette gern näher und lässt sich auch streicheln. Im März 23 haben wir für Babette eine neue Kameradin gefunden: Drizi, die sich gerade hier einlebt.
Babette und Drizi leben auf dem Lebenshof Sanamuhrium.
Charakter: wie ihre Mama lebensfroh, sehr lieb, unkompliziert und freundlich
Abschied von Tofu Eigentlich wollte der Landwirt die 3-monatige Tofu behalten, um mit ihr weiter zu züchten. Aber wir versuchen immer - wenn möglich - ganze Familien zu retten. Rinder hängen sehr an ihren nahen Verwandten und Freunden. Als wir ihre Mutter Soja zusammen mit deren Freundin Rosine im Mai 2016 retteten, durfte Tofu dann auch mitkommen. Tofu ist Sojas 13. Kalb und das einzige, das sie behalten durfte.
Tofu und Mama Soja lebten zusammen erst im Hunsrück und dann auf einem wunderschönen Pensionsplatz in Hessen.
Tofu verunglückte Anfang Oktober 2019 und wurde nur 3 1/2 Jahre alt.
Abschied von Rischka Rischka war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war sie tragend.
Ihr Sohn Kurt kam am 04.04.2017 zur Welt. Rischka kümmerte sich liebevoll um ihn.
Rischka ist in der Nacht zum 21.09.2018 gestorben. Sie war bereits separiert und in tierärztlicher Behandlung seit zwei Tagen, weil sie Symptome einer Infektion gezeigt hatte. Seit der Geburt ihres letzten Kalbes Kurt kam sie nicht mehr in einen wirklich guten Zustand zurück, zumal sie sich auch noch um Kalb Lucille mit gekümmert hat, das von ihrer eigenen Mutter nicht ausreichend mit Milch versorgt werden konnte.
Leider wurden von der Vorbesitzerin relativ alte Tiere weiterhin zur Zucht verwendet, die ihre Energie besser in sich selbst hätten investieren sollen. Rischka war durch die "beiden Kinder" einfach zu sehr geschwächt. Sie hatte der Erkrankung zu wenig entgegen zu setzen.
Mit 15 1/2 Jahren hatte sie aber ein längeres Leben als die allermeisten Rinder.
Gute Reise meine Gute, du hast alles für die Kleinen in deiner Obhut gegeben und warst ein ganz bescheidenes und freundliches Tier ❤
Zawadi wünscht sich noch Paten zur Unterstützung der Versorgungskosten.
Zawadi ist das Ergebnis eines „Ausrutschers“. Eines Tages überraschte uns ihre Mama Sissy mit Nachwuchs. Plötzlich war ein Rind mehr auf der Weide.
Des Rätsels Lösung: Da haben uns zwei drangekriegt und unbemerkt dem Ruf der Natur Gehör verschafft. Sissy hat sich irgendwie Zugang zu einem deckfähigen Bullen verschafft. Das sollte natürlich keinesfalls passieren. Aber manchmal hat so ein Rind viel Raffinesse. Unsere Kuh Sissy hat ihre Möglichkeiten ausgenutzt, um sich einen persönlichen Wunsch zu erfüllen: eine glückliche Mutterschaft.
Dann soll es eben so sein, wir wünschen Mutter und Kind alles Gute zur Geburt, die reibungslos auf der Weide von statten ging.
Nebenbei hat Sissy hier eine weitere drei-Generationen-Familie erschaffen: Oma- Mutter- Enkelin sind alle drei in unserer Obhut: Rani, Sissy, Zawadi. Das hatten wir bisher nur in unserer Highlander Herde mit Ulla Eule, Suzuki und Honda.
Wir hoffen sehr, dass Zawadi Rani nicht noch zur Uroma macht. 😉
Charakter: eine der zutraulichsten der Highland-Herde und eine fürsorgliche Mama
Abschied von Anabelle Anabelle hat ihre Tochter Diederieke schon bei sich gehabt, als wir 2016 die damals 14-köpfige Highland-Herde übernahmen.
Sie lebte mit der Herde zusammen, ganzjährig draußen mit angrenzendem Offenstall. Sie genoss das Leben in dieser maximalen möglichen Freiheit zusammen mit ihren Freunden.
Zu ihrer Tochter Diederieke hatte sie eine tolle Bindung, ein Mutter-Tochter-Paar, das stets für berührende Bilder sorgte.
Sie wurde - für uns völlig überraschend - im Juni 2018 tot auf der Weide vorgefunden. Anabelle wurde leider nur fünf Jahre alt.
Bella ist im Rettungsalphabet unser viertes W-Rind. Da uns kein sinnvolles Attribut mit W eingefallen ist, durfte sie ihren Namen behalten. Sie ist eine der drei fast Engländer, die dann doch nicht von einem Lebenshof in England übernommen wurden, wie eigentlich versprochen. Sie lebt mit den anderen beiden gemeinsam geretteten "Möchtegern-Engländern" Bruno und Diesel zusammen auf einem Pensionshof in Hessen.
Mehr zur Geschichte der Drei siehe unten.
Foto: Nicole Tschierse
Auszug aus dem Newsletter Juli 2018: Etwas unvorbereitet traf mich die Tatsache, dass aus dem Transport der drei Kälber Bella, Bruno und Diesel nach England wohl nichts werden wird. Die drei sollten auf einen Lebenshof in der Nähe des in England lebenden indischen Retters Sujeewa. Alles war endlich trotz großer Schwierigkeiten der Behörden vorbereitet. Ich möchte anmerken, dass die Bedingungen für den Transport, die uns seitens des Veterinäramtes nach und nach gestellt wurden, aus Kafkas Feder hätten stammen können.
Abschied von Hope Sie wurde bei der „450-Rinder-Aktion“ gerettet. Sie stammt aus der Gießener Hofauflösung. Hope wurde uns vom Landwirt „untergejubelt“. Eigentlich sollte eine andere rote über uns auf einen Lebensplatz ziehen. Aber dann sagte keine 24 Stunden vor Abholung der Platz wieder seine Zusage ab und dann stand bei der Abholung plötzlich die falsche Kuh auf dem Hänger. Da es aber jede verdient hatte mitzukommen, durfte Hope dann trotzdem mit.
Bei der Übernahme war sie trächtig und brachte im Dezember ihren Sohn Gironimo zur Welt.
Hope lebte mit ihm auf einem wunderschönen Pensionsplatz im Hunsrück. Leider wurde sie nicht alt, dies ist sicherlich den unsäglichen Haltungsbedingungen bei ihrem Vorbesitzer geschuldet.
Talitha freut sich über Paten zur Unterstützung ihrer Versorgungskosten.
Talitha ist völlig unspektakulär von ihrer Mutter, (Schlaue) Elli, alleine auf die Welt gebracht worden. Dafür hat es Talitha in die Bildzeitung geschafft.
Im Februar 2018 bereitete uns die noch nicht mal zwei Monate alte Kleine große Sorgen. Aus einem dezenten Atemgeräusch wurde innerhalb einer knappen Woche trotz Behandlung Atemnot. Wir brachten Mutter und Tochter deshalb in die Tierklinik zur weitergehenden Untersuchung. Das Ergebnis war eine Schwellung des Kehlkopfes, deren Ursache eine abgestorbene Gewebestelle war. Eine Behebung mit Medikamenten war nicht möglich. Der nächste Schritt war eine Operation. Elli blieb mit Talitha in der Klinik bis zur OP. Durch den gesetzten Katheder musste Talitha danach leider isoliert werden. Elli kam zurück auf den Hof.
Elli und Talitha kooperierten bei allen notwendigen Maßnahmen vorbildlich, was uns überraschte und berührte.
Das Vertrauen wurde belohnt. Nach fast zwei Monaten der Ungewissheit, konnte Nicole sie endlich wieder nach Hause holen. 10 Tage nach Abschluss der Behandlung blieb sie soweit symptomfrei, dass man die Operation als erfolgreich beurteilen konnte. Das heißt, sie bekommt jetzt wieder Luft. Ihr Kehlkopf erzeugt weiterhin ein Atemgeräusch bei Belastung mit verstärkter Atmung. Aber damit kommt sie zurecht.
Talitha mit Mama Elli
Da sie nach der Operation von Mutter Elli getrennt werden musste, gab es bei Talithas Heimkehr eine große Begrüßung. Alle anwesenden Rinder haben freudig ihre kleine Freundin empfangen und Mama Elli konnte ihr Glück nicht fassen.
Auch Jahre später können wir sagen, dass sich diese Eingriff gelohnt hat. Elli und Talitha lieben sich sehr, sie sind immer noch unzertrennlich.
Charakter: zurückhaltend, zuverlässig, Vollblut Mama
Die (Schlaue) Elli ist ihrem Landwirt weggelaufen und hat den ganzen Sommer allein im Wald verbracht. Der Landwirt schaffte es nicht, sie einzufangen. Die Behörden schalteten sich ein.
Mit Unterstützung einer Tierschützerin, zu der Elli mittlerweile Vertrauen gefasst hatte, konnte sie letztlich doch eingefangen werden. Die Tierschützerin bestand darauf, dass Elli auf einen Lebenshof kommt und nicht zum Schlachter, denn der Landwirt hielt sie nach so langer Zeit für nicht mehr integrierbar in seine Herde.
Elli hat damit nicht nur sich selbst, sondern auch ihr Kind gerettet, das am 18.12.2017 zur Welt kam und Talitha genannt heißt.
Elli lebt mit Talitha, die zwischenzeitlich selbst Mutter wurde, im SanaMUHrium. Und auch Enkelin Cleo wohnt hier, so dass wir eine der seltenen Oma-Mutter-Kind Trios bei uns haben.