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Dallas
Geboren: 09.10.2015
Gestorben: 25.11.2025
Rasse: Jersey

Charakter: ruhig, freundlich

Abschied von Dallas
Dallas war, wirtschaftlich betrachtet, ein wertloses Bullenkalb einer Milchrasse. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum Fleisch ansetzen. Und die männlichen Tiere natürlich später auch keine Milch produzieren können. Er wurde zusammen mit Charly zwei Tage vor dem Weg zum Metzger gerettet.

Dallas 4 Wochen alt, bei seiner Rettung

Mehr nachzulesen über das Schicksal der Bullenkälber von Milchrassen hier.

Er, Charly und Campari waren lange ein Freunde-Trio, bis Charly siebeneinhalbjährig überraschend starb. Dallas lebte anschließend im SanaMUHrium, zusammen mit seinem besten Freund Campari.

Er war ein zuckersüßes Kalb und wurde ein wunderschöner Ochse. Jerseys erfreuen sich bei den Besuchern großer Beliebtheit und dennoch hatte unser Dallas nach dem Tod seines Vollpaten zwei Jahre keine einzige Patenschaft mehr. Erst in seinem letzten Lebensjahr fand er nochmal ein Teilpatin.

Foto: Nicole Tschierse

Heute war es soweit und ich musste einem weiteren unserer Schützlinge den letzten Liebesdienst erweisen. Sie nach und nach zu verlieren, ist der Preis dafür, das Leben mit ihnen verbringen zu dürfen.

Dallas konnte schon länger nur mühsam aufstehen und gehen. Seit über einem Jahr war er deshalb immer wieder in Behandlung gewesen. Immer wieder ging es ihm noch gut genug, um ein bisschen weiter zu machen. Aber der Schmerz wurde zu schlimm, das Leiden zu groß und Hilfe war nicht mehr möglich. Seine Knochen sahen aus, als würden sie unter seiner eigenen Last verbiegen.

Jetzt musst du nicht mehr kämpfen, Dallas. 😥

Du warst immer wahnsinnig lieb und freundlich, egal was war. Es ist nicht fair. Die Kollegin meinte, Nutztiere wären halt einfach nicht für ein langes Leben gemacht. An diesem Satz ist alles schlimm und macht wütend ...

[Autorin: Nicole Tschierse]

Dallas

Ebi

Eberhard (Ebi)
geboren: 01.06.2009
gestorben: 30.06.2025
Rasse: Wollschwein

Charakter: kann nicht mit Artgenossen, aber zu Menschen freundlich, gutmütig und umgänglich

Abschied von Ebi
Eberhard stammte aus dem Nachbardorf und wegen nicht verschuldeten Umständen konnte die Familie ihn nicht länger behalten. Er hat seinen Umzug sehr gelassen und souverän zur Kenntnis genommen und schien trotz seiner 12 Jahre mit allen Veränderungen völlig einverstanden zu sein. Er hat sogar sofort sein hübsches Bäuchlein zum Streicheln hingestreckt.

Eberhard hatte mehrere Vergesellschaftungen mit anderen Schweinen zum Platzen gebracht und kam als Einzelschwein mit tierärztlichem Attest zur Einzelhaltung. Trotzdem bekam er in den nächsten Monaten nach seinem Einzug ins SanaMUHrium zumindest Nachbarschweine - Edda und Vaddi. "Ebi" zog mit einem fleißigen Helferteam im Gepäck bei uns ein, die uns erfreulicherweise auch über seinen Tod hinaus weiter unterstützen. Er wurde stolze 16 Jahre alt.

Foto: Nicole Tschierse

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Er war gerade 5 Monate alt, als er von der Polizei aus seiner Gefangenschaft ohne Grundversorgung heraus geholt und mir übergeben wurde. Und er war ein Ausbund an Energie und hatte so viel nachzuholen. Endlich genügend Wasser zum Trinken, regelmäßig Futter, das er mir vor Aufregung aus der Hand schlug, bis ich anfing, ihn vorher anzubinden. Spaziergänge, die anderen Hunde ... er war komplett geflasht. Über drei Monate dauerte es, bis das Veterinäramt beschloss, dass er zurück auf seinen alten Platz kann, weil das alles nur ein Missverständnis war. Es gab ein Treffen auf neutralem Grund. Es wurden gruselige Dinge erzählt und Einblicke gewährt in ein Leben, das völlig außer Kontrolle geraten war und das Kimbo jetzt wieder teilen sollte. Ich bot Geld an, das wurde abgelehnt. Zuletzt bin ich einfach gegangen und hab ihn wieder mitgenommen. Zu seiner sichtbaren großen Erleichterung. Es gab eine längere Verhandlung, dann verlief alles im Sande und Kimbo war noch immer bei mir.

Anfangs war er eine Nervensäge vor dem Herrn, die ich wirklich gerne wieder los gewesen wäre. Aber als er den Makel "im Prinzip geklaut" endlich los war, hatte er sich bereits zu einem tollen Kerlchen entwickelt. Und das ist er geblieben, bis zum letzten Atemzug. Einer, der mir sehr nahe stand. Einer, der sehr fehlt. Sein Mittel gegen alles war sein Frisbee. Aber gegen den bösartigen Tumor, den er vor eineinhalb Jahren diagnostiziert bekam, hat letztendlich nichts geholfen. Mach es gut auf der anderen Seite. 💔

[Nicole Tschierse]

Kimbo

Heute Nacht ist Jumper gestorben, er lag morgens tot im Stall, ohne, dass er davor irgendwie auffällig gewesen wäre. Es war nichts an ihm zu sehen. Mit 11 Jahren war er einer unserer älteren Ochsen. Er gehörte zu den ersten Rindern, die wir bereits als Kälber aufgenommen haben. Claudia hatte ein Kalb entdeckt, dass sie retten wollte und dieses Kalb hatte einen genauso kleinen Freund, der auch nicht im Stich gelassen werden konnte. So kamen Jumper und Krümel zu uns. Obwohl sie an drei verschiedenen Pensionsplätzen gelebt haben, so lange wir sie versorgen, waren sie nie getrennt. Krümel hat also seinen lebenslangen besten Kumpel verloren. Wir hoffen, dass er sich auch mit anderen Tieren seiner Herde gut versteht. Da sie im Hunsrück untergebracht sind, bekommen wir sie leider nicht sehr oft persönlich zu sehen. Die jetzt noch 9-köpfige Herde, überwiegend Rinder aus unserer Pöttmeser Rettung, lebt aber schon viele Jahre gut versorgt dort.

Dass sie nicht alle 25 Jahre alt werden, wissen wir leider. Aber es schmerzt trotzdem.

Wir freuen uns aber auch darüber, dass er ein Leben hatte. Und nicht schon als Kalb getötet wurde. Als Rotbunter war er eines der männlichen Kälber einer reinen Milchrasse, die von Landwirten als wirtschaftlich wertlos angesehen wird.

Wir haben sein Leben wertgeschätzt 🖤

Und er bleibt in unserer Erinnerung.

Jumper

Jumper

Jumper
Geboren: 24.02.2014
Gestorben: 27.04.2025

Rasse: Rotbunter

Charakter: erst scheu, jetzt zutraulich

Abschied von Jumper: Jumper wurde Claudia K. angeboten, da er ein „Mickerling“ war, wie die Bauern Kälber bezeichnen, die für die Mast untauglich - da viel zu dünn - und somit unwirtschaftlich sind. Aus Sicht des Bauern also ein „wirtschaftlicher Totalschaden“. Unserer Mitstreiterin brach das Herz, als sie davon erfuhr. Sie beschloss, ihn freizukaufen. Und da er zusammen mit einem anderen Bullenkälbchen stand, Krümel, sein bester Freund, kaufte sie gleich beide frei. Zutraulich wurde Jumper erst in den letzten Tagen der Quarantäne.

Jumper lebte seit Sommer 2016 zusammen mit Krümel auf unserem Kooperationshof im Hunsrück.

Foto: Claudia Kreuer

Nici
Geboren: 15.01.09
Gestorben: 23.02.25
Rasse: Mix

Charakter: zurückhaltend

Abschied von Nici:
Nici stammt aus Rumänien. Sie kam zusammen mit Mona nach Deutschland und sollte eigentlich vermittelt werden. Da dies nicht erfolgreich war, durften sie beide bleiben. Sie lebte in einem Rudel mit 9-11 (wechselnd) Hunden bei Hofbetreiberin Nicole Tschierse und war dort sehr glücklich. Sie war zeit ihres Lebens patenlos. Nici war nach Lust und Laune im Haus oder stromerte über die Wiesen des Sanamuhriums, inspizierte Misthaufen und verbellte Besucher, die sie nicht mochte. Sie wurde über 16 Jahre alt und wechselte ohne Vorankündigung binnen 24 Stunden nach einem Kreislaufkollaps die Welten.

Foto: Nicole Tschierse

Nici

Foto: Selina Kiesling

Jacky hat nach fast 15 gemeinsamen Jahren die Seite gewechselt 💔

Zwischen all dem momentanen Trubel hatte ich Jacky für die Tierklinik angemeldet, weil sie weiter abgenommen hat, obwohl sie täglich große Portionen eingeweichter Heucobs bekommen hat. Sie hat sich zwar wie immer benommen, unauffällig wäre jetzt das falsche Wort, aber unter ihrem fluffigen Fell wurde sie zu knochig. Der Tag, an dem ich mit der Klinik einen Termin ausgemacht habe, war der Tag, an dem sie dann ihre Heupellets das erste Mal nicht aufgefuttert hat. Und in der Nacht ist sie gestorben. Selbstbestimmt, in ihrem Separee aus Panels, unter dem nur sie durchkriechen konnte. Hier konnte sie immer ungestört von den anderen Ziegen Fressen und Ruhen. Fast habe ich den Eindruck, sie wollte nicht in die Klinik. Um diese Entscheidung tanzte ich schon seit zwei oder drei Wochen herum, hatte aber ein zwiegespaltenes Gefühl damit. Immerhin wäre sie im April 17 geworden, was ein gutes Alter für eine Ziege ist. Da kann man jemanden, dem es augenscheinlich dem Alter entsprechend gut geht, auch respektvoll in Ruhe lassen, anstatt ihn nochmal mit allen Registern zu quälen für ein höheres Ziel, das es womöglich gar nicht mehr gibt. Wie dem auch sei, sie hat mir die Entscheidung abgenommen. Mit ungefähr zwei Jahren wollte ihr Vorbesitzer sie dringend los werden. Er hatte sich zwei Zwergziegen zur Rasenpflege zugelegt, was natürlich völlig schief ging. Die beiden fraßen alles im Garten, außer dem Rasen. Schlachtung stand im Raum. Sie wurden hinten in meinen Punto gepackt und kamen mit nach Scottmaring. Der Vorbesitzer konnte mir genau keine der Fragen beantworten nach Alter, Geschlecht und Namen der beiden... Tom und Jacky haben viel Unfug gemacht, nichts anbrennen lassen, kleine Anarchisten, Opportunisten, Fressmaschinen, stolz, unbelehrbar, witzig aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet. Natürlich auch oft nervenaufreibend und empörend in ihrer Frechheit. Jacky hat ihren Tom weit überlebt, aber sie ist immer die gleiche geblieben. Ihr Glas war immer halbvoll, sie kannte alle Möglichkeiten, alle guten Plätze, alle guten Gelegenheiten für einen Coup. Sie war so viele Jahre bei mir, hat mich geärgert, erfreut, belustigt, bezaubert. Es fühlt sich so falsch an, dass ich jetzt nicht mehr aufpassen muss, womit sie mich als nächstes austricksen will. Mach es gut, kleine Prinzessin, du hast dein Leben mit vollen Segeln gelebt, wie es sich gehört 💔❤

Jaqueline (Jacky)

Jacky
geboren am 12.04.2008
gestorben am 20.11.2024
Rasse: Zwerg Ziege

Charakter: klug und freundlich, vorsichtig

Abschied von Jacky: Jacqueline, gerufen Jacky stammte aus privater Haltung. Die Besitzer waren überfordert und unzufrieden mit den Tieren. Es war noch ein zweites Tier, Ziegenmann Tom, dabei. Beide sollten schnell weg, notfalls in die Schlachtung. Wir übernahmen sie vorher. Jacky war anfangs sehr scheu, hat aber nach einiger Zeit Vertrauen zu uns gefasst und war dann einfach nur süß.

Jacky hat nach fast 15 gemeinsamen Jahren die Seite gewechselt 💔

Zwischen all dem momentanen Trubel hatte ich Jacky am Tag vor ihrem Tod für die Tierklinik angemeldet, weil sie weiter abgenommen hat, obwohl sie täglich große Portionen eingeweichter Heucobs bekommen hat. Sie hat sich zwar wie immer benommen, unauffällig wäre jetzt das falsche Wort, aber unter ihrem fluffigen Fell wurde sie zu knochig. Der Tag, an dem ich mit der Klinik einen Termin ausgemacht habe, war der Tag, an dem sie dann ihre Heupellets das erste Mal nicht aufgefuttert hat. Und in der Nacht ist sie gestorben. Selbstbestimmt, in ihrem Separee aus Panels, unter dem nur sie durchkriechen konnte. Hier konnte sie immer ungestört von den anderen Ziegen Fressen und Ruhen. Fast habe ich den Eindruck, sie wollte nicht in die Klinik. Um diese Entscheidung tanzte ich schon seit zwei oder drei Wochen herum, hatte aber ein zwiegespaltenes Gefühl damit. Immerhin wäre sie im April 17 geworden, was ein gutes Alter für eine Ziege ist. Da kann man jemanden, dem es augenscheinlich dem Alter entsprechend gut geht, auch respektvoll in Ruhe lassen, anstatt ihn nochmal mit allen Registern zu quälen für ein höheres Ziel, das es womöglich gar nicht mehr gibt. Wie dem auch sei, sie hat mir die Entscheidung abgenommen. Mit ungefähr zwei Jahren wollte ihr Vorbesitzer sie dringend los werden. Er hatte sich zwei Zwergziegen zur Rasenpflege zugelegt, was natürlich völlig schief ging. Die beiden fraßen alles im Garten, außer dem Rasen. Schlachtung stand im Raum. Sie wurden hinten in meinen Punto gepackt und kamen mit nach Scottmaring. Der Vorbesitzer konnte mir genau keine der Fragen beantworten nach Alter, Geschlecht und Namen der beiden... Tom und Jacky haben viel Unfug gemacht, nichts anbrennen lassen, kleine Anarchisten, Opportunisten, Fressmaschinen, stolz, unbelehrbar, witzig aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet. Natürlich auch oft nervenaufreibend und empörend in ihrer Frechheit. Jacky hat ihren Tom weit überlebt, aber sie ist immer die gleiche geblieben. Ihr Glas war immer halbvoll, sie kannte alle Möglichkeiten, alle guten Plätze, alle guten Gelegenheiten für einen Coup. Sie war so viele Jahre bei mir, hat mich geärgert, erfreut, belustigt, bezaubert. Es fühlt sich so falsch an, dass ich jetzt nicht mehr aufpassen muss, womit sie mich als nächstes austricksen will. Mach es gut, kleine Prinzessin, du hast dein Leben mit vollen Segeln gelebt, wie es sich gehört 💔❤

Foto und Text: Nicole Tschierse

Wir haben unsere Highlander Kuh Toyota verloren. Was genau passiert ist, wissen wir nicht, aber es muss wohl ein Gerangel in der Herde gewesen sein, bei dem sie sich scheinbar den Hals gebrochen hat. Äußerlich war sie unverletzt, aber es war bei der Futterraufe passiert. Das muss sehr unglücklich abgelaufen sein, denn sie haben auch noch genug Gras und das erste Heu war nur zusätzlich gut gemeint gewesen.

Falls Lebewesen, die sich lieben, sich nach dem Tod wieder finden, ist sie jetzt bei ihrer Mutter Vespa. Die beiden und Toyotas kleine Schwester Mogli waren sich sehr nahe und immer zusammen zu finden. Die kleine Mogli, die übrigens trotz ihrer massiven Untergröße ab und zu Leute von der Weide jagt, muss jetzt leider ohne ihre beiden Herzrinder klar kommen.

Jetzt sind sie noch zu zwölft ❤️💔. Gute Reise Toyota.