Krümel wurde, zusammen mit einem kleinen anderen Leidensgenossen, als Kälbchen gerettet. Seitdem war er mit diesem Freund, Jumper, in Sicherheit. Jumper starb leider vor einem Jahr. Krümel ist ihm gestern gefolgt.
Er lebte seit 2016 bei einem Pensionslandwirt im Hunsrück, in einer festen Herde, immer an der Seite seines besten Freundes Jumper.
Er hatte zeit seines 12jährigen Lebens treue Unterstützer an seiner Seite. Das gilt nur für sehr wenige unserer Rinder.
Wir danken euch von Herzen, dass ihr ihn ein Leben lang begleitet habt. Run free, Großer
Abschied von Krümel Er stand zusammen mit seinem Leidensgenossen Jumper in einer Box. Es schien, als würde Jumper Krümel ständig trösten wollen. Die beiden waren innig befreundet. Wir konnten nicht zulassen, den einen zu retten und den anderen zurücklassen zu müssen. Sie sollten zusammenbleiben dürfen. Deshalb haben wir Claudia K. unterstützt, Krümel ebenfalls freizukaufen. Als Claudia begann, sich auch mit dem „Weißkopf“, wie er in unserer Facebook-Gruppe genannt wurde, zu beschäftigen, nahm er die Zuwendungen dankbar an und erwiderte sie.
Wir retteten beide im August 2014 vor der Mast. Krümel lebte seit Sommer 2016 auf dem Kooperationshof im Hunsrück. Bis zu Jumpers Tod waren beide immer zusammen. Beide waren Mitglieder einer festen Herde, die seit 2016 unverändert zusammenlebt. Am 5. Mai 26 fand unser Pensionslandwirt Krümel tot auf. Er hat über Nacht die Welten gewechselt. Ohne Vorankündigung. Wie bei Jumper. Nun sind es nur noch 8 in der Herde. Gute Reise, lieber Krümel.
Abschied von Xenos: Xenos war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm - zu diesem Zeitpunkt war er wenige Monate alt.
Er war einer der vier "schwarzen Jungs" der Herde: Wolli, Xenos, Yago und Chef Poppey.
Xenos gehörte leider zu den Highländern, die mit ein bis zwei Doppelgängern in der Herde nicht immer sofort und einfach zu identifizieren sind. Deshalb war es für ihn vermutlich besonders schwer, Paten zu finden. Je älter sie werden, umso spezieller wachsen allerdings bei jedem Tier die Hörner. Dieses "Problem" verwuchs sich also zunehmend.
Xenos hatte lange keine einzige Patenschaft. Dann unterstützen ihn zwei liebe Teilpatinnen mit zusammen 25 € monatlich. Wir danken diesen beiden von Herzen.
Dallas Geboren: 09.10.2015 Gestorben: 25.11.2025 Rasse: Jersey
Charakter: ruhig, freundlich
Abschied von Dallas Dallas war, wirtschaftlich betrachtet, ein wertloses Bullenkalb einer Milchrasse. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum Fleisch ansetzen. Und die männlichen Tiere natürlich später auch keine Milch produzieren können. Er wurde zusammen mit Charly am 3.11.15, zwei Tage vor dem Weg zum Metzger, gerettet.
Mehr nachzulesen über das Schicksal der Bullenkälber von Milchrassen hier.
Er, Charly und Campari waren lange ein Freunde-Trio, bis Charly siebeneinhalbjährig überraschend starb. Dallas lebte anschließend im SanaMUHrium, zusammen mit seinem besten Freund Campari.
Er war ein zuckersüßes Kalb und wurde ein wunderschöner Ochse. Jerseys erfreuen sich bei den Besuchern großer Beliebtheit und dennoch hatte unser Dallas nach dem Tod seines Vollpaten zwei Jahre keine einzige Patenschaft mehr. Erst in seinem letzten Lebensjahr fand er nochmal eine Teilpatin.
Heute war es soweit und ich musste einem weiteren unserer Schützlinge den letzten Liebesdienst erweisen. Sie nach und nach zu verlieren, ist der Preis dafür, das Leben mit ihnen verbringen zu dürfen.
Dallas konnte schon länger nur mühsam aufstehen und gehen. Seit über einem Jahr war er deshalb immer wieder in Behandlung gewesen. Immer wieder ging es ihm noch gut genug, um ein bisschen weiter zu machen. Aber der Schmerz wurde zu schlimm, das Leiden zu groß und Hilfe war nicht mehr möglich. Seine Knochen sahen aus, als würden sie unter seiner eigenen Last verbiegen.
Jetzt musst du nicht mehr kämpfen, Dallas.
Du warst immer wahnsinnig lieb und freundlich, egal was war. Es ist nicht fair. Die Kollegin meinte, Nutztiere wären halt einfach nicht für ein langes Leben gemacht. An diesem Satz ist alles schlimm und macht wütend ...
Heute Nacht ist Jumper gestorben, er lag morgens tot im Stall, ohne, dass er davor irgendwie auffällig gewesen wäre. Es war nichts an ihm zu sehen. Mit 11 Jahren war er einer unserer älteren Ochsen. Er gehörte zu den ersten Rindern, die wir bereits als Kälber aufgenommen haben. Claudia hatte ein Kalb entdeckt, dass sie retten wollte und dieses Kalb hatte einen genauso kleinen Freund, der auch nicht im Stich gelassen werden konnte. So kamen Jumper und Krümel zu uns. Obwohl sie an drei verschiedenen Pensionsplätzen gelebt haben, so lange wir sie versorgen, waren sie nie getrennt. Krümel hat also seinen lebenslangen besten Kumpel verloren. Wir hoffen, dass er sich auch mit anderen Tieren seiner Herde gut versteht. Da sie im Hunsrück untergebracht sind, bekommen wir sie leider nicht sehr oft persönlich zu sehen. Die jetzt noch 9-köpfige Herde, überwiegend Rinder aus unserer Pöttmeser Rettung, lebt aber schon viele Jahre gut versorgt dort.
Dass sie nicht alle 25 Jahre alt werden, wissen wir leider. Aber es schmerzt trotzdem.
Wir freuen uns aber auch darüber, dass er ein Leben hatte. Und nicht schon als Kalb getötet wurde. Als Rotbunter war er eines der männlichen Kälber einer reinen Milchrasse, die von Landwirten als wirtschaftlich wertlos angesehen wird.
Abschied von Jumper: Jumper wurde Claudia K. angeboten, da er ein „Mickerling“ war, wie die Bauern Kälber bezeichnen, die für die Mast untauglich - da viel zu dünn - und somit unwirtschaftlich sind. Aus Sicht des Bauern also ein „wirtschaftlicher Totalschaden“. Unserer Mitstreiterin brach das Herz, als sie davon erfuhr. Sie beschloss, ihn freizukaufen. Und da er zusammen mit einem anderen Bullenkälbchen stand, Krümel, sein bester Freund, kaufte sie gleich beide frei. Zutraulich wurde Jumper erst in den letzten Tagen der Quarantäne.
Jumper lebte seit Sommer 2016 zusammen mit Krümel auf unserem Kooperationshof im Hunsrück.
Abschied von Yago: Yago musste heute euthanasiert werden. Ein Rückenproblem hat sich so stark auf seine Hinterbeine ausgewirkt, dass er nicht mehr zurecht kam. Die Behandlung vor zwei Wochen konnte ihm leider keine Hilfe bringen. Er wäre demnächst 8 Jahre geworden. 8 Jahre, die er mit seiner Familie in Frieden verbringen konnte. Er war bereits mit einem Jahr gleich dreimal hintereinander auf dem Speiseplan diverser Menschen gestanden. Insofern lief es eigentlich gut für ihn. Auch wenn es sich gerade absolut nicht so anfühlt. Er war noch nicht bereit zu gehen. Es war ein trauriger Abschied. Ich wünschte, man könnte auch bei großen Tieren besser darauf eingehen, wie sie sich ihren Abschied von dieser Welt vorstellen. Aber es gibt zuviele Dinge dabei zu beachten. Jetzt muss er sich nicht mehr quälen, um bei der Herde zu bleiben. Ein tapferer und schöner Krieger hat heute diese Welt verlassen.
Yago war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm - zu diesem Zeitpunkt das letzte Kalb seiner Mutter Boskita. Seine Mutter war zum Zeitpunkt der Übernahme erneut tragend und brachte im März 2017 seine Schwester Isetta zur Welt. Yago, der eng verbunden mit seiner Mutter in der Herde aufwuchs hatte sich einem schönen und lieben Ochsen entwickelt.
18.08.2016 Anekdote zu Yago: Als unser Verein diese Highlander Herde relativ frisch übernommen hatte, wurde ich an der Weide einmal von zwei Personen abgefangen. Mit Lederschlapphut und Indianerschmuck, eigentlich coole, sympathische Zeitgenossen. Sie fragten mich, ob ich ihnen Fleisch von diesen Tieren verkaufen würde oder eines der Jungtiere zur Schlachtung. Yago, auf diesem aktuellen Bild in der Mitte, wäre z. B in Frage gekommen. Bis heute unbepatet, wenn ich auf dem aktuellen Stand bin und praktisch jedem, auch unseren treuen Unterstützern, unbekannt. Sie würden es gerne wie die Indianer halten und im Einverständnis mit den betroffenen Tieren mit Ehrfurcht und Anstand schlachten. Eigentlich ein guter Gedanke, vergleichsweise. Außer eben, man versucht sich kurz in das betreffende Tier hinein zu versetzen. Sie kamen nie wieder 😏 Wollte ich nur mal erzählen.
Janosch, ein nicht erfolgreich kastrierter Altochse/-bulle von Privat, verlor durch die schwere Erkrankung seiner Besitzerin sein Zuhause. Da sie trotz seiner etwas „stürmischen“ Art sehr an ihm hing, bat sie uns um Hilfe. Wir übernahmen Janosch. Das „XL“ vor seinem Namen ist seiner Einordnung in unser Rettungsalphabet geschuldet. Aber auch seiner großen Erscheinung.
Wir konnten nach einigem hin und her einen Pensionsbetrieb finden, der mit ihm umgehen konnte. Nach einer weiteren Operation wurde er zu einem handhabbaren Ochsen geworden. Mit der Gründung des eigenen Lebenshofes SanaMUHrium holten wir Janosch zu uns, wo er uns einige Jahre begleitet und zu einem Schmuseochsen wurde. Inzwischen hat ihn seine ehemalige Retterin wieder selbst übernommen.
Im Mai 2023, kurz bevor es auf die Sommerweide gegangen wäre, hatte er sich das linke Horn halb abgerissen. Der Tierarzt hat das Horn vollends amputiert und ihn mit Medikamenten versorgt. Leider stand er vier Tage lang nicht mehr auf und verstarb am 4. Mai 23 an einer schwerwiegenderen Verletzung, die er sich zeitgleich zugezogen haben muss. Möglicherweise ist ihm zusätzlich noch ein Tier in den Rücken gesprungen am Wochenende, bevor er dann endgültig separiert wurde. Da die Schmerzmittel und die Unterstützung zum Stehen erfolglos blieben, bedeutete das, dass er keine Überlebenschance hatte.
Wir sind sehr traurig, Gironimo hatte eigentlich den größten Teil seines Lebens noch vor sich. Er wurde nicht mal 7 Jahre alt. Mehr lesen hier.