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Klein-Gerd

Gerd
Geboren: 14.04.2015
Rasse: eigentlich Fleckvieh

Charakter: zurückhaltend

Das ist Gerd. Er war bei der Geburt schon winzig und kleiner als ein Schäferhund. Zu Zeitpunkt seiner Rettung 2016 war er fast ausgewachsen und sah immer noch aus wie ein Kalb ... Die mindestens ebenso anrührende Kuh neben ihm (siehe Foto unten) , war noch jünger als er. Deren Schicksal war ebenfalls vorgezeichnet und wird länger dauern, als seines unter normalen Umständen gewesen wäre!

Er stand angekettet, aber auch die Eigentümer wollten nicht, dass er geschlachtet wird. Sie schenkten ihn an Rüsselheim e.V. und wir (weil Tiere lieber leben e.V.) haben uns bereit erklärt, eine Teilpatenschaft zu übernehmen, weil uns seine Rettung auch sehr am Herzen lag. Wir haben auch noch die Kastrationskosten und die Transportkosten zu seinem neuen Platz übernommen.

Gerd lebt jetzt in einer Herde anderer kleinwüchsiger Rinder, wie sie entweder manchmal durch genetische Fehler oder absichtlich als spezielle Rassen geboren werden.

Foto: Nicole Tschierse

Klein gerd neben etwa gleichaltriger Kuh
Klein Gerd neben etwa gleichaltriger Kuh

Jonas

Jonas
Geboren: 05.08.2016
Rasse: Schwarzbunt

Charakter: Schmuseochse Nr. 1

Jonas ist aktuell gut bepatet.

Jonas wäre ohne unser Eingreifen eines der vielen Opfer der Milchindustrie geworden. Kaum eine Woche auf der Welt, stand sein weiteres Schicksal schon fest. In einem Alter von zwei Wochen wäre er zusammen mit anderen gleich alten Bullenkälbern des Milchbetriebs auf den Anhänger eines Händlers getrieben worden. Dann wäre es weiter gegangen zu einem Mastbetrieb. Wer zu klein ist oder krank wird, wird gleich geschlachtet, die anderen etwas später, wenn sie zugenommen haben. Zwei Wochen. Und dass überhaupt solange gewartet wird, liegt auch nur an der Gesetzeslage.

Wir haben Jonas aus einem Milchviehbetrieb übernommen. Er hat sich prächtig entwickelt. Riesengroß ist er geworden, er hat bereits die zwei Meter Marke geknackt und ist vermutlich immer noch nicht ausgewachsen. Und ein Schmuser. Er macht glatt unserer Leni Konkurrenz. An ihm mit seinem sanften und fröhlichem Wesen wird deutlich, welches Verbrechen tagtäglich den Bullenkälbern in Milchviehbetrieben widerfährt.

Jonas lebte eine zeitlang auf einem Pensionsplatz in Hessen. Er musste im Februar 2024 in die Tierklinik Hannover mit unklaren Ursachen. Am 8.2.24 kam er direkt von der Klinik ins Sanamuhrium zur weiteren Betreuung. Hier lebt er glücklich und zufrieden in einer gemischte Herde mit drei Zwerg-Zebus, zwei Fleckvieh-Damen, Hof-Start Fido, den Ziegen, Mulis und Schafen.

Jonas mit Nicole in Kindertagen
Jonas mit Nicole in Kindertagen

Foto: Nicole Tschierse

Etu

Etu
Geboren: 02.07.2016
Rasse: Mix

Charakter: etwas schüchtern, aber dennoch freundlich, mag Streicheleinheiten

Etu sucht noch liebe Teilpaten.

Etu stammt wie seine Freunde Amaru, Bruno, Campari und David vom selben Landwirt und sollte auch in die Mast, wie es für Bullen vorgesehen ist. Auch ihm haben wir das erspart.

Jetzt lebt er glücklich und frei, wie die anderen inzwischen ebenfalls zu stattlichen Ochsen herangewachsenen Freunde, auf großen Weiden. Er lebt mit David auf einem wunderschönen Pensionshof in Niedersachsen.

Foto: Nicole Tschierse

David

David
Geboren: 25.05.2016
Rasse: Mix

Charakter: freundlich und lieb, menschenbezogen

Sie möchten eine Patenschaft für David übernehmen?

David stammt aus einem Betrieb, der männliche Kälber ab der zweiten Woche zur Mast weiter verkauft. Das ist in Milchbetrieben so üblich. Nur weibliche Rinder werden behalten, wenn sie den Anforderungen als Milchkuh entsprechen, soweit es schon zu erkennen ist. David ist ein zauberhafter Kerl. Er ist sehr liebenswürdig und fordert seine Streicheleinheiten vehement ein. Außerdem ist er besonders hübsch mit seinem eleganten Kopf und Gesicht.

David lebt mit Etu, der gleichzeitig mit ihm gerettet wurden, auf einem wunderschönen Pensionshof in Niedersachsen. Die weiteren damaligen Kälber der gleichen Rettung, Amaru und Campari, leben im SanaMUHrium. Bruno ist leider ganz jung verstorben.

Foto: Nicole Tschierse

Campari

Campari
Geboren: 27.05.2016
Rasse: Mix

Charakter: freundlich und lieb, zugewandt

Sie möchten eine Patenschaft für Campari übernehmen? Er sucht dringend Aufstockung für seine Versorgung, er ist etwa zur Hälfte bepatet.

Campari stammt auch aus einem Milchbetrieb und sollte in die Mast. Auch ihn haben wir zu uns geholt, denn es war zum Glück möglich, keines der Kälber im Betrieb zurück lassen zu müssen. Er ist ruhig und freundlich.

Sein optischer Wiedererkennungswert ist unschlagbar. Ein wunderschönes Rind.

Er lebt in einem wunderschönen Zuhause im SanaMUHrium, im Sommer auf einer Außenweide, im Winter am Hof. Zunächst mit seinem besten Freund Dallas an seiner Seite. Nachdem Dallas die Welten gewechselt hat, wechselte Campari in die Herde von Amaru mit Zilly, Thelma, Olga, Minna, Qaja und Sissy.

Foto: Nicole Tschierse

Amaru

Amaru
Geboren: 02.07.2016.
Rasse: Mix

Charakter: freundlich und lieb

Amaru hat eine liebe Vollpatin.

Amaru ist der einzige aus seiner Kälbergruppe gewesen, der sich als genetisch hornlos entpuppt hat. Das ist nicht weiter schlimm, nur eine Besonderheit. Er wurde also nicht enthornt, ihm sind einfach keine gewachsen.

Amaru sticht mit seiner besonderen Fellfarbe ins Auge und ist insgesamt ein sehr hübscher Ochse.

Er lebt im Sanamuhrium. Im Sommer ist er auf einer nahegelegenen Außenweide mit seiner Herde, die von Zilly angeführt wird. Amaru versteht sich sehr gut mit "seinen" Damen Thelma, Olga und Zilly. Die kleine Herde wird seit 2024 bereichert durch Minna, Sissy und Qaja und seit 2025 nach Dallas Tod durch Campari.

Foto: Nicole Tschierse

Xaver
Geboren: 10.01.2015
Rasse: Fleckvieh

Charakter: Angsthase, menschenscheu

Xaver freut sich über weitere dringend notwendige Patenschaften!

Bei der Rettung der letzten Tiere aus dem Hof in Pöttmes haben wir auch die beiden Jungbullen nicht zurück gelassen. Einen davon, Xaver, hat weil Tiere lieber leben e.V. übernommen. Er wurde kastriert und darf seither in seiner Herde im Hunsrück leben.

Zu züchten verbietet sich uns natürlich. Wenn wir mehr Tiere unterbringen können als wir schon versorgen, nehmen wir weitere hilfesuchende Tiere aus dem nicht abreißenden Strom von Nachfragen und Hilfsgesuchen an.

Leider hat Xaver nur eine einzige 10 € Patenschaft. Er ist unser am wenigsten bepatetes Rind. Patenschaften sind ab 5 € monatlich möglich und helfen uns sehr bei der Versorgung der Tiere. Hier können Patenschaften online abgeschlossen werden. Auch Verschenken einer Patenschaft ist möglich.

Foto: Nicole Tschierse

Obelix

Obelix
Geboren: 08.04.2016
Rasse: Schwarzbunter

Charakter: ängstlich, scheu

Sie möchten eine Patenschaft für Obelix übernehmen?

Obelix ist das erste geborene Kalb aus der Rettung der Gießener Rinder (450er Rettung), die ja zum Teil trächtig in die Schlachtung sollten. Seine Mutter ist Louise.

Es ist fast nicht möglich Obelix alleine auf ein Foto zu bannen denn er ist sehr gut mit Flecki befreundet, der ebenfalls mit ihm in "Rinderpension" lebt. Man sieht sie meistens nur zusammen.

Flecki wurde von einer Privatperson gerettet und wird auch bis heute von ihr finanziert. Er hatte eine bewegende Geschichte. Als Kalb frei gekauft und beim Landwirt in Pension belassen, war er eines Tages trotz monatlicher Zahlungen und regelmäßiger Besuche verschwunden. Es wurden haarsträubende Dinge über seinen Verbleib behauptet, die die Besitzerin keinen Moment glaubte. Dank ihrer Hartnäckigkeit und einem Quäntchen Glück, kam sie dem Landwirt auf die Schliche. Flecki war an ein Versuchslabor verkauft worden. Mit öffentlichem Druck und sehr viel Kampfgeist, bekam sie ihn von dort wieder frei. Nur knapp überlebte er die bereits gestarteten Versuche.

Beide, Obelix und Flecki (der nicht zu unserem Verein gehört) leben auf einem Pensionshof in Hessen.

Flecki und Obelix
Beste Freunde: Flecki (links) und Obelix (rechts)

Foto: Nicole Tschierse

Felix

Felix
Geboren: 23.12.2015
Rasse: Fleckvieh

Charakter: scheu, etwas ängstlich

Sie möchten eine Patenschaft für Felix übernehmen?

Felix war das erste bei uns geborene Vereinskälbchen. Er und seine Mutter wurden vor dem Export bewahrt. Die für den Export vorgesehenen Kühe werden sehr gründlich ausgesucht. Nur beste Abstammung, einwandfrei gesunde Tiere, die gerade zum ersten Mal trächtig (gemacht) wurden und Kühe mit einem großen, gut angebildeten Euter werden akzeptiert von den Händlern. Letzteres bedeutet, dass die Kuh schon in einem weit fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium sein muss. Sonst kann das Euter noch gar nicht groß sein bei einer Jungkuh. Und dann kommt der Teil, der so gar keinen Sinn macht, aber absolut üblich ist: Diese sorgfältig ausgewählten Superkühe, die nahe vor der Geburt stehen, werden auf Todestransporte geschickt, ohne ausreichende Versorgung und ohne jede Rücksicht auf die Tiere. Dass mindestens ein Drittel den Transport nicht unbeschadet oder sogar nicht einmal lebend übersteht, ist einkalkuliert! Mama Kati wurde wie üblich sehr jung besamt. Da sie ausgezeichnete Papiere hat, wurde sie für den Export ausgewählt. Der mörderische Transport in die Türkei sollte aber verhindert werden. Die Tochter des Landwirtes setzte sich für die Rettung von Kati und Freundin Belleni ein, der das selbe Schicksal bevor stand. Wir konnten diesen beiden bezaubernden Kühen und ihrem Nachwuchs ein sicheres Leben anbieten.

Ihr Kalb hätte man ihr, wie auch hier üblich, am Tag der Geburt genommen, alle weiteren auch.

Doch Kati durfte leben und Mutter sein. Jahrelang lebte sie mit Felix, Leni und Paula in einer großen Herde. Erst 2021 wurde sie mit Leni aus Gründen der Schonung in eine kleine Herde gestellt, während deren Kinder Felix und Paula in der großen Herde zusammen blieben. Sie wird nie mehr zwangsgeschwängert. Sie dürfen einfach „sein“, die beiden.

Foto: Nicole Tschierse

Felix Baby
Felix mit Mama Kati kurz nach der Geburt

Elliott
Geboren: 29.09.2012
Rasse: Mix

Charakter: Selbständig, verschmust

Elliott wünscht sich noch liebe Teilpaten.

Ein Bauer aus dem Ort wollte, dass ich ihn abkaufe, weil er bei ihm nicht gedieh. Er hätte an ihm ohnehin nichts verdient. Elliot sah mit einem Jahr noch aus wie ein fünfmonatiges Kalb. Dieses Lebensjahr hatte er ganz kurz angebunden in einem dunklen Stalleck verbringen müssen. Gegenüber an der anderen Wand angebunden befand sich seine Mutter Fanny, die wir später auch noch retten konnten. Wie sich heraus stellte, litt Elliott an einer Pansenübersäuerung. Durch die Behandlung nach der Übernahme wurde er gesund und fing dann auch bald an zu wachsen.

Zusammen mit seinem Stallgefährten Gadi, den wir ihm zur Seite gestellt haben, wurde er auf einen Lebenshof in Niederbayern gebracht. Dort lebt er auf riesigen Weiden in einer Rinderherde und sieht mittlerweile prachtvoll aus.

Foto: Bettina Ramesberger