Wir haben sie vor wenigen Jahren schon älter von einem Züchter übernommen, der sie nicht in seiner Herde halten konnte, weil sie dort attackiert und fast getötet worden wäre von einer anderen Zebukuh. Zu diesem Zeitpunkt hatte Babette ihre alte Mutter Anna verloren und wäre als einziges Zebu in der Herde zurück geblieben. Die beiden haben sich lange nicht gemocht, aber irgendwann wurden sie doch ein Team. Drizi war souveräne Chefin, sehr lieb auch mit Menschen, freundlich zu Ziegen und Mulis und mit den großen Rindern hat sie sich sowieso gut verstanden.
Ihr Fell hat sich angefühlt wie Samt und sie hat sich so sehr über jede Birne und jeden Apfel gefreut, den sie extra zugesteckt bekam. Im fortgeschrittenen Alter haben ihr zunehmend mehrere Arthrosen zu schaffen gemacht und es kam der Tag, an dem sie nicht mehr auf die Beine hoch kam. Der Tod ist manchmal auch eine Befreiung aus Angst und Schmerzen. Im März wäre sie 18 Jahre alt geworden. Es war großartig, dich kennenzulernen und eine Weile mit dir zu sein ...
Drizi geboren am 30.03.2009 gestorben am 04.10.2026 Rasse: Zwerg Zebu
Charakter: lieb, zutraulich, menschenfreundlich
Abschied von Drizi im Oktober 2027: Drizi ist nicht mehr. Wir haben sie vor wenigen Jahren schon älter von einem Züchter übernommen, der sie nicht in seiner Herde halten konnte, weil sie dort attackiert und fast getötet worden wäre von einer anderen Zebukuh. Zu diesem Zeitpunkt hatte Babette ihre alte Mutter Anna verloren und wäre als einziges Zebu in der Herde zurück geblieben. Die beiden haben sich lange nicht gemocht, aber irgendwann wurden sie doch ein Team. Drizi war souveräne Chefin, sehr lieb auch mit Menschen, freundlich zu Ziegen und Mulis und mit den großen Rindern hat sie sich sowieso gut verstanden. Ihr Fell hat sich angefühlt wie Samt und sie hat sich so sehr über jede Birne und jeden Apfel gefreut, den sie extra zugesteckt bekam. Im fortgeschrittenen Alter haben ihr zunehmend mehrere Arthrosen zu schaffen gemacht und es kam der Tag, an dem sie nicht mehr auf die Beine hoch kam. Der Tod ist manchmal auch eine Befreiung aus Angst und Schmerzen. Im März wäre sie 18 Jahre alt geworden. Es war großartig, dich kennenzulernen und eine Weile mit dir zu sein ...
Rückblick: Drizis Ankunft im März 2023 Wir hatten uns entschlossen, für Zwergzebu Babette, nach dem Tod ihrer Mutter Anna, wieder einen "Kollegen auf Augenhöhe" aufzunehmen. Babette war zwar innig mit der Fleckvieh Kuh Queenie befreundet. Während der Brunft fehlte ihr aber sichtbar jemand in ihrer eigenen Größe/Kleinheit. Es hat eine Weile gedauert, bis wir das richtige Tier in Not gefunden haben. Aber mit der 14jährigen Zwergzebu Kuh Drizi ist das wohl seit diesem einen Wochenende im März 2023 gelungen. Drizi stammte von einem Tierhalter, der eigentlich züchtet und schlachtet. Drizi wurde nicht trächtig, war aber ausgesprochen lieb und zutraulich im Umgang. Sie kam erst in relativ hohem Alter zu ihm. Vorher wurde sie wie ein Streicheltier unter anderem mit Pferden gehalten. Er wollte Drizi deshalb nicht töten. Diese Arbeit hätte kurz vor der Übernahme durch uns allerdings beinahe eines der anderen Zebus übernommen. Sie danach wieder in die Herde zu stecken, war keine Option. Die dauerhafte Einzelhaltung aber auch nicht. Deshalb wurde versucht, für sie einen anderen Platz zu finden.
Drizi verbrachte die letzten 3,5 Jahre ihres Lebens auf dem Lebenshof Sanamuhrium. Sie wurde geliebt und bekam alle Streicheleinheiten dieser Welt.
Rani, geb. am 17.11.2012, wurde wie in der Milchindustrie üblich, früh gedeckt, und hat am 29.12.2014 ihr Kalb Sissy bekommen.
Mit 25 Monaten bekam sie in einem Milchbetrieb ihr erstes Kalb. Da sie etwas früher kalbte, als angenommen, war sie noch im Laufstall auf Spaltenboden, anstatt in der Abkalbebox auf Stroh. Ein schlimmer Start für ihr Kälbchen. Da sie sich nicht melken ließ und auch nur wenig Milch anbildete, sollte sie zum Schlachter. Wir übernahmen auf Bitten einer Angestellten Kuh und Kalb. Leider nahm sie ihr Kalb Sissy nicht an. Dennoch sind seitdem beide in Sicherheit. Rani erblindete im Laufe der Zeit aus genetischen Gründen vollständig. In gewohnter Umgebung kamt sie trotzdem gut zurecht.
Ihre Tochter Sissy hat sich heimlich und unplanmäßig zu einem Rendevouz fortgestohlen. Deshalb ist Rani inzwischen sogar Oma. Ihre Enkelin heißt Zawadi.
Nach unserem Umzug auf den Lebenshof SanaMUHrium verblieb Rani auf dem Hof, auf dem sie die letzten Jahre lebte, in ihrer vertrauten Umgebung. Dort starb sie knapp 14-jährig am 15.09.26. Sissy und Zawadi leben im SanaMUHrium.
Leben und Abschied von Gadi August 2013 Elliott war gerade zur Pflege in unseren Quarantänestall gebracht worden, als am Schlachthof ein riesiger Ochse beim Abladen verunglückte. Der sanfte Riese konnte nur unter Schwierigkeiten und dank seiner ruhigen Art aus seiner misslichen Lage befreit werden. Und ich (Nicole) beschloss, diesen Wink des Schicksals am Schlafittchen zu packen. Statt in der Tötebox endete seine Reise an diesem Tag in unserem Quarantänestall bei Elliott. Wie sich heraus stellte, war Gadi gar kein Ochse, da seine späte Kastration durch den Mäster misslungen war. Das wurde dann auf dem Tierrettungshof in Gsenget nachgeholt, auf den Gadi und Elliott im Oktober 2013 nach der Quarantäne umzogen. Gadi war auch als Bulle fast immer brav, als Ochse war er fortan ein wunderbar sanfter Schmuseriese. Er lebte zusammen mit Elliott ein freies Leben auf dem Gnadenhof Gsenget (Niederbayern), ein Hof des Vereins Mobile Tierrettung e.V..
August 2026 Bettina Ramesberger, die Betreiberin des Hofes, schreibt am 14.08.26 seinen Nachruf: Wenn im Kreis der Lebenswelt das Blatt zurück zur Erde fällt, kehrt es zum Ursprung nur zurück und findet dort sein stilles Glück.
Gestern mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem geliebten Gadi nehmen Er ist gestern Morgen einfach ganz friedlich auf seiner Weide für immer eingeschlafen . Wir können es noch gar nicht fassen. Seit Oktober 2013 war er ein fester Bestandteil unserer Rinderherde . Jeder mochte den sanften Riesen. Gadi war ein richtiger Kuh-mpel . Mach's gut, Gadi - du treue Seele Lass dir das Gras auf der großen, grünen Wiese dort oben schmecken Wir vermissen dich unendlich
Hier die Geschichte seiner Rettung noch etwas detaillierter (von Nicole Tschierse): Ende August 2013: An einem Montag wurde Gadi in den Schlachtgang getrieben. Er war eingepfercht zwischen Leidensgenossen, die sich gegenseitig angstvoll drückten und schoben. Da kein Platz zum Ausweichen da war, versuchte er irgendwann nach oben zu klettern und hängte sich mit den Vorderbeinen am begrenzenden Gatter auf. Er war sehr groß und es war schwierig, ihn da wieder frei zu bekommen. Aber er war ganz ruhig und brav und hat trotz seiner Angst alles mit sich machen lassen. Anschließend versuchte ich, seine Rettung möglich zu machen. Ich hatte viel Zeit damit verbracht, dieses liebe Tier unverletzt aus den Gitterstäben zu befreien, er hatte sich mir anvertraut und kooperiert, er setzte seine Hoffnung auf mich. Ich konnte ihn jetzt nicht den Schlachtern überlassen. Allerdings war er wirklich sehr groß, also teuer und potenziell trotz allem gefährlich im Umgang. Auf solche Kaliber waren wir in unserem Quarantäne Stall eigentlich nicht eingestellt. Wir haben es gewagt. Es gab schwierige Momente, vor allem als er immer mehr zeigte, dass er gar nicht wie vom Verkäufer behauptet Ochse, sondern noch Stier war. Er musste noch einmal richtig kastriert werden. Aber sein Leben konnte gerettet werden. Er darf seitdem in Freiheit und Würde tun, was er tun möchte
Fotos: Tanja Thoma
Hier ein Foto des Streicheleinheiten genießenden Gadi:
Mona kam vor rund 14 Jahren zusammen mit ihrer Freundin Nici aus Rumänien zu mir. Damals fing es mit Facebook und der Gewohnheit, alles zu fotografieren, gerade erst an. Zumindest für mich. Sie waren Straßenhunde, haben alles zusammen gemacht, wurden zusammen von Hundefängern erwischt, wären fast zusammen getötet worden. Der Tierschützer vor Ort konnte versichern, dass er die beiden kennt und sie nicht aggressiv sind, obwohl sie so wirkten in der Tötung. Ich holte sie zusammen her und sie blieben, weil sie sich nicht getrennt vermitteln lassen wollten. Nici ist bereits vor einer Weile gestorben, jetzt ist ihr Mona gefolgt. 17einhalb Jahre unbändiges Leben. Keine Kompromisse, keine Akzeptanz von Grenzen, die sie nicht selbst gesetzt hat. Wir haben eine Menge tolle Sachen zusammen gemacht. Jetzt war deine Zeit vorbei. Geh in Liebe ...
Krümel wurde, zusammen mit einem kleinen anderen Leidensgenossen, als Kälbchen gerettet. Seitdem war er mit diesem Freund, Jumper, in Sicherheit. Jumper starb leider vor einem Jahr. Krümel ist ihm gestern gefolgt.
Er lebte seit 2016 bei einem Pensionslandwirt im Hunsrück, in einer festen Herde, immer an der Seite seines besten Freundes Jumper.
Er hatte zeit seines 12jährigen Lebens treue Unterstützer an seiner Seite. Das gilt nur für sehr wenige unserer Rinder.
Wir danken euch von Herzen, dass ihr ihn ein Leben lang begleitet habt. Run free, Großer
Abschied von Krümel Er stand zusammen mit seinem Leidensgenossen Jumper in einer Box. Es schien, als würde Jumper Krümel ständig trösten wollen. Die beiden waren innig befreundet. Wir konnten nicht zulassen, den einen zu retten und den anderen zurücklassen zu müssen. Sie sollten zusammenbleiben dürfen. Deshalb haben wir Claudia K. unterstützt, Krümel ebenfalls freizukaufen. Als Claudia begann, sich auch mit dem „Weißkopf“, wie er in unserer Facebook-Gruppe genannt wurde, zu beschäftigen, nahm er die Zuwendungen dankbar an und erwiderte sie.
Wir retteten beide im August 2014 vor der Mast. Krümel lebte seit Sommer 2016 auf dem Kooperationshof im Hunsrück. Bis zu Jumpers Tod waren beide immer zusammen. Beide waren Mitglieder einer festen Herde, die seit 2016 unverändert zusammenlebt. Am 5. Mai 26 fand unser Pensionslandwirt Krümel tot auf. Er hat über Nacht die Welten gewechselt. Ohne Vorankündigung. Wie bei Jumper. Nun sind es nur noch 8 in der Herde. Gute Reise, lieber Krümel.
Abschied von Xenos: Xenos war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm - zu diesem Zeitpunkt war er wenige Monate alt.
Er war einer der vier "schwarzen Jungs" der Herde: Wolli, Xenos, Yago und Chef Poppey.
Xenos gehörte leider zu den Highländern, die mit ein bis zwei Doppelgängern in der Herde nicht immer sofort und einfach zu identifizieren sind. Deshalb war es für ihn vermutlich besonders schwer, Paten zu finden. Je älter sie werden, umso spezieller wachsen allerdings bei jedem Tier die Hörner. Dieses "Problem" verwuchs sich also zunehmend.
Xenos hatte lange keine einzige Patenschaft. Dann unterstützen ihn zwei liebe Teilpatinnen mit zusammen 25 € monatlich. Wir danken diesen beiden von Herzen.
Nach Richard musste heute auch Highlander Ochse Xenos erlöst werden. Er hatte schon über ein Jahr Probleme mit dem hinteren Rücken und den Hinterbeinen. Das gleiche Problem, wegen dem wir auch seinen Halbbruder Yago verloren haben. Heute lag er endgültig fest und wurde euthanasiert. Xenos war ein wildes, menschenscheues Kerlchen. Jetzt ist er wieder ganz frei. Ein Teil seiner Herde ist ihm mittlerweile schon voraus gegangen. Mach es gut, Xenos!
Vielleicht triffst du ja auf die aus deiner Herde, die schon dort sind, Anabelle, Ulla Eule, Rischka, Vespa, Yago, Toyota und Suzuki.
Er war ein Straßenhund aus dem Auslandstierschutz, war ursprünglich bei uns gelandet, weil er auf keiner Pflegestelle klar kam. Nach anfänglichen Problemen, wurde er aber zum Besucherliebling. Er genoss die vielen Streicheleinheiten, wollte immer gefallen und vergewisserte sich, alles richtig zu machen.
Er hatte, nachdem er endlich angekommen war, viele Jahre eine richtig gute Zeit.
Seit Längerem kämpfte er mit orthopädischen Problemen und kam nur noch mit Schmerzmitteln zurecht. Als es zuletzt einfach nicht mehr ging, erwiesen wir ihm in Liebe den letzten Dienst …