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Heute war es soweit und ich musste einem weiteren unserer Schützlinge den letzten Liebesdienst erweisen. Sie nach und nach zu verlieren, ist der Preis dafür, das Leben mit ihnen verbringen zu dürfen.

Dallas konnte schon länger nur mühsam aufstehen und gehen. Seit über einem Jahr war er deshalb immer wieder in Behandlung gewesen. Immer wieder ging es ihm noch gut genug, um ein bisschen weiter zu machen. Aber der Schmerz wurde zu schlimm, das Leiden zu groß und Hilfe war nicht mehr möglich. Seine Knochen sahen aus, als würden sie unter seiner eigenen Last verbiegen.

Jetzt musst du nicht mehr kämpfen, Dallas. 😥

Du warst immer wahnsinnig lieb und freundlich, egal was war. Es ist nicht fair. Die Kollegin meinte, Nutztiere wären halt einfach nicht für ein langes Leben gemacht. An diesem Satz ist alles schlimm und macht wütend ...

[Autorin: Nicole Tschierse]

Dallas

Suzuki

Suzuki
Geboren: 03.04.2010 
Gestorben: 15.08.2025
Rasse: Highland Mix

Charakter: souverän, zugewandt

Abschied von Suzuki:
Sie war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war sie tragend.

Im März 2017 schenkte Suzuki als erste der fünf tragenden Kühe dieser Herde einem Baby das Leben: Honda.

Suzuki war nicht ganz reinrassig und etwas größer als die anderen Tiere der Herde. Sie war auch nicht ganz so scheu und zurückhaltend wie die meisten anderen.

Am 15.08.25 ist unsere Suzuki von selbst auf der Weide für immer eingeschlafen. Sie wirkte seit zwei Wochen zunehmend "klapprig", benahm sich aber ansonsten normal. Sie wurde 15einhalb Jahre und lässt ihre Tochter Honda zurück, die sehr an ihr hing, allerdings natürlich längst selbst erwachsen ist. Jetzt leben nur noch zwei der ursprünglichen 7 Mutterkühe dieser Herde. Die Zeit vergeht ....

Mehr über die Highland-Herde können Sie hier nachlesen.

Foto: Nicole Tschierse


Heute ist unsere Suzuki von selbst auf der Weide für immer eingeschlafen. Sie wirkte seit zwei Wochen zunehmend "klapprig", benahm sich aber ansonsten normal. Sie wurde 15einhalb Jahre und lässt ihre Tochter Honda zurück, die sehr an ihr hing, allerdings natürlich längst selbst erwachsen ist. Jetzt leben nur noch zwei der ursprünglichen 7 Mutterkühe dieser Herde. Die Zeit vergeht ....

Suzuki war eins der etwas zutraulicheren Tiere dieser Herde.

Mach es gut, vielleicht triffst du ja auf die aus deiner Herde, die schon dort sind, Anabelle, Eule, Rischka, Vespa, Yago und Toyota.

Suzuki

Dani

Dani
Geboren: 20.02.09
Gestorben: 01.07.25
Rasse: Tuxer

Charakter: freundlich, ideenreich

Die Resonanz auf den Aufruf zu Chayas Rettung war so gewaltig, dass ein weiteres Rind mit frei gekauft werden konnte. Die schwere Wahl im Stall fiel am 21.07.2013 auf ein optimistisches, zutrauliches kleines Rind, das in seinem Geburtsstall in Österreich bereits konfisziert werden musste, weil der Besitzer die Tiere einfach nicht mehr versorgt hat. So war sie in Deutschland in einem Maststall gelandet, wo sie zusammen mit Chaya zur Schlachtung aufgefüttert werden sollte.

Am 17.07.2013 zog sie mit Chaya in unseren Quarantänestall in der Nähe von Scottmaring. Wir suchten einen Lebensplatz für die beiden, was gelang. Am 13.08.13 zogen Chaya und Dani um. Ab da fraß sie auf Hof Butenlands riesigen Weiden, was sie wollte. Sie war kugelrund, fröhlich und ihres Lebens endlich sicher.

Am 1. Juli 2025 erreichte uns Butenlands Nachruf. Sie ist ihrer 2023 verstorbenen Freundin Chaya gefolgt und auf der Weide eingeschlafen für immer.

Anekdote zu Dani anlässlich ihres 6. Geburtstages
Alles Gute zu deinem Geburtstag, meine liebe Dani! Du bist eine meiner erklärten Lieblingskühe. Du warst vertrauensvoll und mutig, von Anfang an. Zum Beispiel, als du mir ohne zu zögern in den Klauenstand nachgelaufen bist, in dieses Monstrum aus Eisen. Du warst ideenreich und unternehmungslustig. Zum Beispiel, als du mit Chaya von der Weide ausgebrochen bist (ich weiß, wer das angeregt hat von euch beiden, keine Sorge!). Irgendwann standen zwei Polizisten am Gartentor und haben mich gefragt, ob das meine Kühe sind mit österreichischen Ohrmarken. Sie sind uns dann voraus gefahren, denn ihr hattet es schon recht weit geschafft, auf eurem Spaziergang durch die Felder. Ich hab dich dann an eine Hundeleine genommen, die ich gerade im Auto hatte und wir sind wieder zurück gelaufen. Es war glühend heiß an diesem Mittag. Chaya ist frei hinterher gelaufen. Sie hätte sich nicht führen lassen. Weil es so wahnsinnig heiß war, war außer uns aber zum Glück niemand sonst unterwegs. Eine halbe Stunde waren wir mindestens in strammem Fußmarsch unterwegs, bis wir wieder am Stall waren, du Luder. Und du hast mich so sehr zum Lachen gebracht, dass ich kaum noch Luft bekommen habe. Zum Beispiel, als du vor meinen (mittlerweile wachsamen) Augen doch wieder durch die dichte Hecke und den Zaun aus der Koppel ausgebrochen bist. Ich bin mit einem Hechtsprung hinterher, war aber noch nicht ganz durch, als ich auf der anderen Seite einen gellenden Schrei gehört habe. Bis ich mich durch gekämpft hatte, konnte ich nur noch am Horizont eine Joggerin über den Feldweg verschwinden sehen, mehr das Model "Hausmütterchen macht Sport". Ok, sie rannte um ihr Leben, wie sie dachte, und darüber soll man sich nicht lustig machen. Aber ehrlich, ich gehe jede Wette ein, dass sie weder jemals davor noch danach in ihrem Leben so schnell gerannt ist wie in diesem Augenblick. Also muss sie soweit in Ordnung gewesen sein. Wir haben ihr beide etwas verdutzt hinterher geschaut und dann hab ich es vor Lachen fast nicht mehr geschafft, dich wieder in den Stall zu bringen. Und du hast mich zum Weinen gebracht. Nämlich als ich mich auf Butenland von dir verabschiedet habe. Aber das war auch aus Freude. Freude über das Glück, das du doch noch hattest nach all dem schrecklichen Elend, das du durchlitten hast, bevor ich dich mitnehmen konnte. Und darüber, dich kennen gelernt zu haben in all deiner Schönheit. Was für eine große Ehre! Ich liebe dich!

Autorin: Nicole Tschierse (aus Facebook)

Foto: Bernhard Wolf


Abschied von Eberhard 💔

Nach über 16 Jahren, konnte dein Körper dich nicht mehr tragen. Die letzten vier Jahre davon hast du bei uns verbracht und es war eine gute Zeit mit dir. Du warst immer umgänglich und unkompliziert. Ich hoffe und denke, dass wir es dir noch eine Weile schön machen konnten. Schweinegesellschaft hast du zwar verweigert, aber für kleine Ausflüge, Suhle Sitzen, Bauchkraulen und Leckereien warst du immer zu haben.

Zuletzt hat das Schmerzmittel leider auch nicht mehr geholfen. Und so ließen wir dich heute im Kreis deiner Lieblingsmenschen und nach einer letzten Packung Kekse gehen.

Mach es gut, Großer ❤️🖤❤️

[Autorin: Nicole Tschierse]

Ebi

Er war gerade 5 Monate alt, als er von der Polizei aus seiner Gefangenschaft ohne Grundversorgung heraus geholt und mir übergeben wurde. Und er war ein Ausbund an Energie und hatte so viel nachzuholen. Endlich genügend Wasser zum Trinken, regelmäßig Futter, das er mir vor Aufregung aus der Hand schlug, bis ich anfing, ihn vorher anzubinden. Spaziergänge, die anderen Hunde ... er war komplett geflasht. Über drei Monate dauerte es, bis das Veterinäramt beschloss, dass er zurück auf seinen alten Platz kann, weil das alles nur ein Missverständnis war. Es gab ein Treffen auf neutralem Grund. Es wurden gruselige Dinge erzählt und Einblicke gewährt in ein Leben, das völlig außer Kontrolle geraten war und das Kimbo jetzt wieder teilen sollte. Ich bot Geld an, das wurde abgelehnt. Zuletzt bin ich einfach gegangen und hab ihn wieder mitgenommen. Zu seiner sichtbaren großen Erleichterung. Es gab eine längere Verhandlung, dann verlief alles im Sande und Kimbo war noch immer bei mir.

Anfangs war er eine Nervensäge vor dem Herrn, die ich wirklich gerne wieder los gewesen wäre. Aber als er den Makel "im Prinzip geklaut" endlich los war, hatte er sich bereits zu einem tollen Kerlchen entwickelt. Und das ist er geblieben, bis zum letzten Atemzug. Einer, der mir sehr nahe stand. Einer, der sehr fehlt. Sein Mittel gegen alles war sein Frisbee. Aber gegen den bösartigen Tumor, den er vor eineinhalb Jahren diagnostiziert bekam, hat letztendlich nichts geholfen. Mach es gut auf der anderen Seite. 💔

[Nicole Tschierse]

Kimbo

Heute Nacht ist Jumper gestorben, er lag morgens tot im Stall, ohne, dass er davor irgendwie auffällig gewesen wäre. Es war nichts an ihm zu sehen. Mit 11 Jahren war er einer unserer älteren Ochsen. Er gehörte zu den ersten Rindern, die wir bereits als Kälber aufgenommen haben. Claudia hatte ein Kalb entdeckt, dass sie retten wollte und dieses Kalb hatte einen genauso kleinen Freund, der auch nicht im Stich gelassen werden konnte. So kamen Jumper und Krümel zu uns. Obwohl sie an drei verschiedenen Pensionsplätzen gelebt haben, so lange wir sie versorgen, waren sie nie getrennt. Krümel hat also seinen lebenslangen besten Kumpel verloren. Wir hoffen, dass er sich auch mit anderen Tieren seiner Herde gut versteht. Da sie im Hunsrück untergebracht sind, bekommen wir sie leider nicht sehr oft persönlich zu sehen. Die jetzt noch 9-köpfige Herde, überwiegend Rinder aus unserer Pöttmeser Rettung, lebt aber schon viele Jahre gut versorgt dort.

Dass sie nicht alle 25 Jahre alt werden, wissen wir leider. Aber es schmerzt trotzdem.

Wir freuen uns aber auch darüber, dass er ein Leben hatte. Und nicht schon als Kalb getötet wurde. Als Rotbunter war er eines der männlichen Kälber einer reinen Milchrasse, die von Landwirten als wirtschaftlich wertlos angesehen wird.

Wir haben sein Leben wertgeschätzt 🖤

Und er bleibt in unserer Erinnerung.

Jumper

Jumper

Jumper
Geboren: 24.02.2014
Gestorben: 27.04.2025

Rasse: Rotbunter

Charakter: erst scheu, später zutraulich

Abschied von Jumper: Jumper wurde Claudia K. angeboten, da er ein „Mickerling“ war, wie die Bauern Kälber bezeichnen, die für die Mast untauglich - da viel zu dünn - und somit unwirtschaftlich sind. Aus Sicht des Bauern also ein „wirtschaftlicher Totalschaden“. Unserer Mitstreiterin brach das Herz, als sie davon erfuhr. Sie beschloss, ihn freizukaufen. Und da er zusammen mit einem anderen Bullenkälbchen stand, Krümel, sein bester Freund, kaufte sie gleich beide frei. Zutraulich wurde Jumper erst in den letzten Tagen der Quarantäne.

Jumper lebte seit Sommer 2016 zusammen mit Krümel auf unserem Kooperationshof im Hunsrück.

Foto: Claudia Kreuer

Gute 16 Jahre war sie alt, rund 14 davon bei mir ❤️💔

Ich stehe unter Schock, aber Nici hat alles richtig gemacht. Lebe mit Vollgas, sterbe frei.

Bis zum letzten Tag war sie putzmunter. Dann hat sie sich einen Tag lang erbrochen und einen Kreislaufzusammenbruch bekommen. Um 23 Uhr in die Klinik. Blutbild, Röntgen weitgehend unauffällig, etwas erhöhte Entzündungswerte, das war eigentlich alles. Aber Untertemperatur und kaum noch Kreislauf.

Infusion und ein paar Medikamente, wieder warm eingepackt ins Auto, heim. Alles hergerichtet, damit ich sie mit ins Bett nehmen und die Infusion weiter laufen lassen kann. Als ich fertig war und sie aus dem Auto geholt habe, war sie gerade gestorben. Sie hätte genauso gut noch drei Jahre haben können. Sie hat entschieden ...

Nici, Du warst sehr speziell, eigentlich lieber eine Ein-Personen-Einzelprinzessin, aber wir haben uns arrangiert mit der Großfamilie hier. Du warst der zuverlässigste Hund beim Wandern, immer bei mir, egal was. Territorial und futterneidisch wie der schlimmste Straßenköter, der du ja zuerst warst.

Mach es gut, kleine Nici, du hast dein Leben mit Vollgas gelebt. 💔❤

Nici

Nici
Geboren: 15.01.09
Gestorben: 23.02.25

Rasse: Mix

Charakter: zurückhaltend

Abschied von Nici:
Nici stammte aus Rumänien. Sie kam zusammen mit Mona nach Deutschland und sollte eigentlich vermittelt werden. Da dies nicht erfolgreich war, durften sie beide bleiben. Sie lebte in einem Rudel mit 9-11 (wechselnd) Hunden bei Hofbetreiberin Nicole Tschierse und war dort sehr glücklich. Sie war zeit ihres Lebens patenlos. Nici war nach Lust und Laune im Haus oder stromerte über die Wiesen des SanaMUHriums, inspizierte Misthaufen und verbellte Besucher, die sie nicht mochte. Sie wurde über 16 Jahre alt und wechselte ohne Vorankündigung binnen 24 Stunden nach einem Kreislaufkollaps die Welten.

Foto: Nicole Tschierse

Nici

Foto: Selina Kiesling