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Wir haben unsere Highlander Kuh Toyota verloren. Was genau passiert ist, wissen wir nicht, aber es muss wohl ein Gerangel in der Herde gewesen sein, bei dem sie sich scheinbar den Hals gebrochen hat. Äußerlich war sie unverletzt, aber es war bei der Futterraufe passiert. Das muss sehr unglücklich abgelaufen sein, denn sie haben auch noch genug Gras und das erste Heu war nur zusätzlich gut gemeint gewesen.

Falls Lebewesen, die sich lieben, sich nach dem Tod wieder finden, ist sie jetzt bei ihrer Mutter Vespa. Die beiden und Toyotas kleine Schwester Mogli waren sich sehr nahe und immer zusammen zu finden. Die kleine Mogli, die übrigens trotz ihrer massiven Untergröße ab und zu Leute von der Weide jagt, muss jetzt leider ohne ihre beiden Herzrinder klar kommen.

Jetzt sind sie noch zu zwölft ❤️💔. Gute Reise Toyota.

Toyota
Geboren: 29.03.2016 
Gestorben: 25.10.2024
Rasse: Highland

Charakter: entspannt

Abschied von Toyota
Toyota war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war sie ein kleines Kälbchen an der Seite ihrer Mutter Vespa.

Toyota und ihre Schwester Mogli waren Mama-Rinder: Vespa erwies sich als Übermutter und sorgte sich sehr um ihre Kinder. Die zwei Mädels versteckte sie immer hinter sich. Vermutlich wurden ihr einfach zu viele Kälber im Laufe ihres Lebens weggenommen. Mama Vespa verstarb leider 2022, da war Toyota 6 Jahre alt. Doch Toyota war in die Herde integriert und kam danach gut zurecht mit ihrem Erwachsenendasein. Sie lebte mit ihrer Herde in Niedersachsen bei einem Pensionslandwirt unseres Vertrauens.

Hier finden Sie den Nachruf für Toyota.

Mehr über die Highland-Herde können Sie hier nachlesen.

Foto: Nicole Tschierse


Ronja hat die Seite gewechselt.

Als italienischer Straßenhund, die Rangniedrige in der Truppe, hatte sie es nicht unbedingt einfach. Auf dem Gelände, auf dem das Rudel hauptsächlich unterwegs war, sollte geräumt und gebaut werden. Eine Freundin, die dort regelmäßig als Übersetzerin gearbeitet hat, kannte die Tiere und wollte sie vor dem Canile bewahren. Sie bereitete mit der Tierärztin vor Ort alle Hunde vor, die sich einfangen ließen und brachte sie zur Vermittlung nach Deutschland.

Dass Ronja dabei war, war ein kleines Wunder, denn sie war als Angsthund kaum zu irgendetwas zu bewegen, was Mut und Selbstvertrauen erforderte. Allerdings war ihre Rudelchefin Toga dabei. Und da wollte sie mit. Toga hielt Ronja ziemlich klein und unselbständig, weshalb es wohl eher zu ihrem Vorteil war, dass Toga bald vermittelt werden konnte. Übrigens gab es in der Familie, Togas neuem Platz, an dem sie sich sehr wohl fühlte, schon bei einem der ersten Spaziergänge weiter weg ein Drama. Sie wurde von einem fremden Hund attackiert, riß sich los und rannte davon. Einige Tage später schaffte sie das Unglaubliche. Sie hatte aus unbekanntem Gebiet in das neue Zuhause zurück gefunden ❤️

Ronja konnte nicht vermittelt werden. Entweder kam sie gar nicht erst unter dem Bett oder hinter dem Schrank vor, um sich Interessenten zu zeigen. Oder sie übergab sich vor Stress auf deren Füße. Ich nahm sie gelegentlich mit auf unsere Spaziergänge und sie verbrachte auch mal einige Stunden bei mir zu Hause. Dabei fasste sie einen Entschluss, nämlich den, sich mir und meinen Hunden anzuschließen. Sie nutzte eine gute Gelegenheit, um bei meiner Freundin abzuhauen und kam den Kilometer durch das Dorf zu uns, dabei den Bach hinterm Haus durchschwimmend. Übrigens die Paar, die es beim Hochwasser um Augsburg kürzlich in die Schlagzeilen geschafft hat. Da war sie dann und da blieb sie auch. Als meine Freundin sie holen wollte, zeigte sie ihr zwei Zähne, um das klarzustellen.

Wir waren viel unterwegs, denn es entspannte sie am besten und half ihr, etwas ruhiger und selbstbewusster zu werden. Wenn wir stundenlang im Wald unterwegs waren, kamen wir außerdem am ehesten in Gebiete, in denen wir niemanden mehr trafen. Dann hörte es auf, Training und Arbeit zu sein, und wurde einfach zu Spaß. Nachts schlief sie neben mir im Bett an die Wand gepresst, der sicherste Ort in ihren Augen. Schließlich wurde sie selbstbewusst und weitgehend angstfrei. Sie ging ganz darin auf, mein Hund zu sein. Wir machten tagelange Wanderungen, quer durch Bayern , den Goethe Weg über die Alpen, Berge hoch und runter, Übernachtungen in der Fremde, überstanden einige Gewitter im Freien und etliche Radfahrer, v.a. bei ein paar Downhill Mountainbikern war es recht knapp.... Sie kam mit anderen Hunden unter meiner Anleitung gut klar, unser Rudel wurde größer, es kamen weitere Tierschutz Hunde dazu. Manchmal fletschte sie einen anderen Hund an und ich begann lachend alle beide zu streicheln. Dann schaltete sie blitzschnell verlegen um und fing damit an, den anderen freundlich abzulecken. Ach ja, wir machen das hier ja so .... ganz vergessen, sorry....

Es kamen andere Zeiten mit anderen Prioritäten, aber wir waren immer zusammen, egal was gerade zu tun war. Über ein Viertel meiner Lebenszeit lang. Der Abschied kam nicht überraschend oder plötzlich. Ganz allmählich wurde sie immer weniger und wir hatten Zeit, uns auf unseren Abschied vorzubereiten. Im Juli wäre sie 17 Jahre alt geworden. Wir hatten eine gute Zeit zusammen. Jetzt muss ich mit dem abgehackten Arm, ohne sie, weiter machen. Einige hier werden verstehen, was ich meine.

Aber die anderen Lebewesen hier sorgen dafür, dass die Zeit nicht stehen bleibt und es nur die eine Richtung gibt: vorwärts.

Adoptieren. Nicht kaufen. ❤️
Da draußen sind so viele großartige Hunde, die Hilfe brauchen ❤️

Ronja

Ronja
Geboren: 01.07.2007
Gestorben: 01.06.2024
Rasse: Mischling

Abschied von Ronja
Ronja stammte aus Italien, der Gegend von Rom. Sie lebte in einem wilden Rudel, das sich in der Nähe des Arbeitsplatzes einer Freundin aufhielt, bei einem Weinberg. Dieser sollte gerodet werden, um als andere Nutzfläche verwendet zu werden. Die Hundefänger wurden bestellt. Da italienische Canile die Hunde praktisch zu lebendig Begrabenen machen, fing meine Freundin so viel der Hunde wie möglich ein und ließ sie auf eigene Faust für die Ausreise nach Deutschland vorbereiten. Dort hat sie einen großen Bekanntenkreis und hoffte darauf, alle vermittelt zu bekommen. Das gelang uns gemeinsam auch. Nur Ronja blieb übrig, weil sie sich damals als Angsthund zu schlecht präsentiert hat. Das hat sich niemand zugetraut, außer Nicole.

Hier finden Sie Ronja Nachruf mit ihrer Lebensgeschichte.

Foto: Nicole Tschierse

Yago musste heute euthanasiert werden. Ein Rückenproblem hat sich so stark auf seine Hinterbeine ausgewirkt, dass er nicht mehr zurecht kam. Die Behandlung vor zwei Wochen konnte ihm leider keine Hilfe bringen.

Er wäre demnächst 8 Jahre geworden. 8 Jahre, die er mit seiner Familie in Frieden verbringen konnte. Er war bereits mit einem Jahr gleich dreimal hintereinander auf dem Speiseplan diverser Menschen gestanden. Insofern lief es eigentlich gut für ihn. Auch wenn es sich gerade absolut nicht so anfühlt. Er war noch nicht bereit zu gehen. Es war ein trauriger Abschied. Ich wünschte, man könnte auch bei großen Tieren besser darauf eingehen, wie sie sich ihren Abschied von dieser Welt vorstellen. Aber es gibt zuviele Dinge dabei zu beachten.

Jetzt muss er sich nicht mehr quälen, um bei der Herde zu bleiben. Ein tapferer und schöner Krieger hat heute diese Welt verlassen.

Yago

Yago

Yago
Geboren: 11.04.2016 
Gestorben: 05.03.2024
Rasse: Highland
Charakter: scheu, ruhig

Abschied von Yago: Yago musste heute euthanasiert werden. Ein Rückenproblem hat sich so stark auf seine Hinterbeine ausgewirkt, dass er nicht mehr zurecht kam. Die Behandlung vor zwei Wochen konnte ihm leider keine Hilfe bringen.
Er wäre demnächst 8 Jahre geworden. 8 Jahre, die er mit seiner Familie in Frieden verbringen konnte. Er war bereits mit einem Jahr gleich dreimal hintereinander auf dem Speiseplan diverser Menschen gestanden. Insofern lief es eigentlich gut für ihn. Auch wenn es sich gerade absolut nicht so anfühlt. Er war noch nicht bereit zu gehen. Es war ein trauriger Abschied. Ich wünschte, man könnte auch bei großen Tieren besser darauf eingehen, wie sie sich ihren Abschied von dieser Welt vorstellen. Aber es gibt zuviele Dinge dabei zu beachten.
Jetzt muss er sich nicht mehr quälen, um bei der Herde zu bleiben. Ein tapferer und schöner Krieger hat heute diese Welt verlassen.

Yago war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm - zu diesem Zeitpunkt das letzte Kalb seiner Mutter Boskita. Seine Mutter war zum Zeitpunkt der Übernahme erneut tragend und brachte im März 2017 seine Schwester Isetta zur Welt. Yago, der eng verbunden mit seiner Mutter in der Herde aufwuchs hatte sich einem schönen und lieben Ochsen entwickelt.

Mehr über die Highland-Herde können Sie hier nachlesen

18.08.2016 Anekdote zu Yago:
Als unser Verein diese Highlander Herde relativ frisch übernommen hatte, wurde ich an der Weide einmal von zwei Personen abgefangen. Mit Lederschlapphut und Indianerschmuck, eigentlich coole, sympathische Zeitgenossen. Sie fragten mich, ob ich ihnen Fleisch von diesen Tieren verkaufen würde oder eines der Jungtiere zur Schlachtung. Yago, auf diesem aktuellen Bild in der Mitte, wäre z. B in Frage gekommen. Bis heute unbepatet, wenn ich auf dem aktuellen Stand bin und praktisch jedem, auch unseren treuen Unterstützern, unbekannt. Sie würden es gerne wie die Indianer halten und im Einverständnis mit den betroffenen Tieren mit Ehrfurcht und Anstand schlachten. Eigentlich ein guter Gedanke, vergleichsweise. Außer eben, man versucht sich kurz in das betreffende Tier hinein zu versetzen. Sie kamen nie wieder 😏 Wollte ich nur mal erzählen.

Highlands, 2016

Fotos Nicole Tschierse


Queenie war die letzte Kuh, die ich direkt vom Schlachthof mitnahm, um ihr ein Leben und eine Zukunft zu geben. Die Entscheidung fiel mir damals sehr schwer, weil ich eigentlich zu diesem Zeitpunkt nicht das Gefühl hatte, auch nicht mit dem Verein im Rücken, ein weiteres Rind übernehmen zu können.

Aber Queenie war eine, die nie Probleme gemacht hat. Sie fiel nie unangenehm auf, fiel nie zur Last. Und sie war bestimmt das sozialste, friedlichste und freundlichste Rind zu anderen Rindern, das ich je kennen lernen durfte. Ob sie die Kälber fürsorglich für eine Weidesaison unter ihre Fittiche nahm, die wir ihren Müttern Leni und Kati einige Monate wegnehmen mussten, weil Kati fast an der Milchmenge gestorben wäre, die ihr Sohn Felix ihr abgezapft hat. Oder sie in ihrer Herde mit der verrückten Vroni mühelos bestens befreundet war. Ziegen, Zebus, Schafe, egal, sie hat sich um alle rührend gekümmert. Und ich werde sie wirklich vermissen, weil in diese Fußabdrücke niemand sonst hinein passt.

Sie lag ein paar Tage fest und es gab dafür keinen behebbaren Grund. Es war eine Schwäche der Hinterhand, die sich schon lange abgezeichnet hat und die mit Schmerzmitteln nur mäßig immer wieder verbessert werden konnte. Irgendwann war dann ganz Schluss. Und obwohl sie noch wach und liebevoll mit ihren Herdenfreundinnen umgegangen ist und gut gefressen hat, hätte es keinen Sinn gemacht, darauf zu warten, dass sie sich wund liegt und wirklich leiden muss ohne Aussicht auf Besserung. Es hat sich nicht ganz richtig angefühlt. Aber zu warten, bis es richtig schlimm ist, wäre auf jeden Fall falsch gewesen.

Wenn es Zeit ist zu gehen, bekommen wir unsere Flügel zurück ❤ Queenie, deine gute Energie wird immer und überall eine Bereicherung sein, egal, wo sie jetzt wirkt 💔

Queenie
Geboren: 15.03.2008
Gestorben: 03.02.2024
Rasse: Fleckvieh

Charakter: sehr lieb, sozial mit Artgenossen und freundlich zu Menschen

Abschied von Queenie
Queenie war die letzte Kuh, die Nicole direkt vom Schlachthof mitnahm, um ihr ein Leben und eine Zukunft zu geben. Sie wurde nicht mehr tragend. Das wäre ihr Todesurteil gewesen. Warum sie einen Nasenring gesetzt bekam, ließ sich nicht herausfinden. Sie war jedenfalls ein sehr freundliches Rind. Als wir sie übernahmen, setzte sie sich vor dem endgültigen Aufstehen gerne noch eine Weile hin. Rinder müssen nämlich zuerst hinten hoch, dann vorne, um aufzustehen. So ging es also gar nicht, sie musste sich zuerst wieder hinlegen und dann nochmal richtig herum anfangen. Gesund war sie aber.

Nachdem wir ihr den Nasenring entfernten und sie aus der Quarantäne kam, haben wir sie nie mehr als "Sitzkuh" beobachten können. Möglicherweise war sie lange Zeit auf wenig Raum angekettet gewesen und konnte sich einfach vorher nie artgerecht aufstellen. Das würde auch den Nasenring erklären. Manche Rinder ohne Hörner, schaffen es aus der Anbindung zu schlüpfen. Wobei es zwar verboten ist, am Nasenring anzubinden ...

Queenie war eine, die nie Probleme gemacht hat. Sie fiel nie unangenehm auf, fiel nie zur Last. Und sie war bestimmt das sozialste, friedlichste und freundlichste Rind zu anderen Rindern, das Nicole je kennen lernen durfte. Ob sie die Kälber fürsorglich für eine Weidesaison unter ihre Fittiche nahm, die wir ihren Müttern Leni und Kati einige Monate wegnehmen mussten, weil Kati fast an der Milchmenge gestorben wäre, die ihr Sohn Felix ihr abgezapft hat. Oder sie in ihrer Herde mit der verrückten Vroni mühelos bestens befreundet war. Ziegen, Zebus, Schafe, egal, sie hat sich um alle rührend gekümmert. Nicole und wir alle werden sie wirklich vermissen, weil in diese Fußabdrücke niemand sonst hinein passt.

Queenie hatte nach ihrer Rettung noch knapp 8 schöne Jahre und lebte äußerst zufrieden auf dem Lebenshof Sanamuhrium. Sie wurde Menschen gegenüber immer zugänglicher.

Ende Januar 2024 lag sie ein paar Tage fest und es gab dafür keinen behebbaren Grund. Es war eine Schwäche der Hinterhand, die sich schon lange abgezeichnet hat und die mit Schmerzmitteln nur mäßig immer wieder verbessert werden konnte. Irgendwann war dann ganz Schluss und sie musste erlöst werden.

Wenn es Zeit ist zu gehen, bekommen wir unsere Flügel zurück ❤ Queenie, deine gute Energie wird immer und überall eine Bereicherung sein, egal, wo sie jetzt wirkt 💔

Hier ein Foto der sitzenden Queenie, noch mit Nasenring:

Queenie, Sitzkuh mit Nasenring
Queenie, Sitzkuh mit Nasenring

Fotos: Nicole Tschierse

Janosch

Janosch
Geboren: 12.07.2007
Gestorben: 02.01.2024
Rasse: Galloway

Charakter: früher unnahbar, zuletzt ein Schmuser

Janosch, ein nicht erfolgreich kastrierter Altochse/-bulle von Privat, verlor durch die schwere Erkrankung seiner Besitzerin sein Zuhause. Da sie trotz seiner etwas „stürmischen“ Art sehr an ihm hing, bat sie uns um Hilfe. Wir übernahmen Janosch. Das „XL“ vor seinem Namen ist seiner Einordnung in unser Rettungsalphabet geschuldet. Aber auch seiner großen Erscheinung.

Wir konnten nach einigem hin und her einen Pensionsbetrieb finden, der mit ihm umgehen konnte. Nach einer weiteren Operation wurde er zu einem handhabbaren Ochsen geworden. Mit der Gründung des eigenen Lebenshofes SanaMUHrium holten wir Janosch zu uns, wo er uns einige Jahre begleitet und zu einem Schmuseochsen wurde. Inzwischen hat ihn seine ehemalige Retterin wieder selbst übernommen.

Anfang 2024 hat Janosch die Welten gewechselt.

Edda

Edda
geboren am 05.09.2007
gestorben am: 28.11.2023
Rasse: Hängebauch-Minipig-Mix

Charakter: kritisch, schnell genervt, aber freundlich

Abschied von Edda
Heute hat sich Edda mit dem ersten Schnee verabschiedet von uns. Schon gestern Abend hat sich Etwas angekündigt. Ich habe es nur nicht gleich verstanden. Edda hat wieder den Platz im Stall gewechselt, der ja ziemlich groß ist. Und diesmal ging Vadislav mit. Er hat zum ersten Mal seit Langem, seinen selbst aufgezeichneten Bannkreis verlassen. Was gestern Abend vor allem dazu geführt hat, dass ich nicht so recht wusste, wie ich so füttern soll. Heute morgen kam ich gerade rechtzeitig, um Eddas letzte Atemzüge mitzuerleben. Sie war ganz ruhig und hat nicht mehr sichtbar reagiert, aber wir konnten uns noch verabschieden. Ich konnte ihr zum Abschied noch einmal sagen, dass sie ein gutes Schwein war. Lustig, ideenreich und lebensfroh. Unternehmungslustig. Und vor allem war sie mein Schwein. Für eine sehr lange Zeit. Mach es gut meine wilde Freundin. Danke für alle Erinnerungen.
Nicole Tschierse

Eddas Geschichte:
Sie stammte aus einem Selbstversorger-Haushalt. Sie züchteten und schlachteten diese kleinen Schweine zum Eigenverzehr. Edda wurde kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter verletzt. Sie wurde ins Haus geholt zur Pflege und ich wurde zur tierärztlichen Behandlung hinzu gezogen. Später beschloss ich, sie und ein Geschwisterchen bei mir aufzunehmen. Die anderen wurden dann wieder alle geschlachtet. Edda begleitet mich also schon fast ihr ganzes Leben lang.

Foto: Nicole Tschierse