Greta (ehemals Quinzy, unsere Q-Kuh) Geboren: 22.11.2012 Rasse: Wagyu-Mix
Charakter: menschenscheu, unnahbar, außer für Bananen
Unsere Q-Kuh - sie hieß bei uns Quinzy -, wurde bereits mit 8 (!) Monaten gedeckt, und hat im Mai 2014 per Kaiserschnitt ihr Kalb bekommen. Danach war sie zur Mast und anschließenden Schlachtung vorgesehen. Eigentlich sollte Paulchens Mutter gerettet werden; der Bauer wollte sie aber zunächst nicht hergeben.
So kam Greta, wie sie heute heißt, in den Quarantänestall zu Paul, der sich aber lieber von Denise und den vielen fleißigen Helfern verwöhnen ließ.
Greta ist mit Paul (+) zusammen nach Hof Butenland gereist, um dort den Rest ihres Lebens von Menschen unbehelligt zu verbringen.
Abschied von Schlomi Schlomi war alt, sterbenskrank, fiebrig und schwach, als ich sie im Schlachthof bemerkte. Definitiv genussuntauglich. Nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen hatte und von einer anderen Tierschützerin dazu ermutigt wurde, holte ich sie am nächsten Tag im Auto nach Hause. Ansonsten wäre sie getötet und weggeworfen worden. Sie verbrachte noch ein dreiviertel Jahr in meiner Obhut. Erst zur intensiven Behandlung mit im Haus, wo sie sich sehr behaglich fühlte und sich wie einer der Hunde benahm. Später noch eine Weile am Stall, wo sie sich weiterhin nur für die Menschen interessiert hat. Sie war einfach nur freundlich und sanft.
Fotos: Nicole Tschierse
Schafe in Wald und Flur, Erinnerung an Schlomi
Zwischen mir und meinem ersten Partner gab es einmal einen Streit, der eine von mir in unserem Toilettenraum einquartierte Mäusefamilie zum Inhalt hatte.
Krümel wünscht sich noch Paten zur Unterstützung der Versorgungskosten.
Er stand zusammen mit seinem Leidensgenossen Jumper in einer Box. Es schien, als würde Jumper Krümel ständig trösten wollen. Die beiden waren innig befreundet. Wir konnten nicht zulassen, den einen zu retten und den anderen zurücklassen zu müssen. Sie sollten zusammenbleiben dürfen. Deshalb haben wir Claudia K. unterstützt, Krümel ebenfalls freizukaufen. Als Claudia begann, sich auch mit dem „Weißkopf“, wie er in unserer FB-Gruppe genannt wurde, zu beschäftigen, nahm er die Zuwendungen dankbar an und erwiderte sie.
Wir retteten beide im August 2014 vor der Mast. Krümel lebt seit Sommer 2016 auf dem Kooperationshof im Hunsrück. Bis zu Jumpers Tod waren beide immer zusammen.
La Colorida Geboren: 01.04.2014 Rasse: Rotbunte (Dreifarbig)
Charakter: selbständig
La Colorida, die dreifarbige Glückskuh, wurde von Bernhard W., neun schwere Monate nachdem er sie entdeckt hatte, gekauft. Wir unterstützten ihn dabei, das Überleben von La Colorida zu sichern. Nun lebt sie auf Hof Butenland.
Sie möchten eine Patenschaft für Irene übernehmen?
Irene war Milchkuh in einem sehr gut geführten, großen Betrieb in Bonn. Als sich heraus stellte, dass ihre Milchleistung zu gering ist, sollte sie geschlachtet werden. Eine Mitarbeiterin im Betrieb fand ihre besondere, verspielte Art so bezaubernd, dass sie sich um ihre Rettung bemühte. Ich fand eine private Unterbringung für sie, die bis heute ausgezeichnete Arbeit bei der Pflege und Versorgung von Irene und ihrer Kuhfreundin Lina leistet. Beide leben bei ihr als geliebte Haustiere. Normalerweise lehne ich private Vermittlungen und Unterbringungen allerdings ab. Es ist leider häufig nicht dauerhaft sicher für die Tiere und ein späterer Zugriff mit Rücknahme praktisch unmöglich. Zur Sicherheit wurde dieser Standort von mir als meine Betriebsstätte angemeldet. Wir unterstützen die Halterin bei den Tierarztkosten.
Foto: Nicole Tschierse
Anmerkung zu Patenschaften: Irene wird von einer Privatperson auf eigene Kosten versorgt. Der Verein unterstützt jedoch bei Tierarztkosten. Irene eignet sich für kleine Patenschaften und freut sich über Zuschüsse für Tierarztkosten. Es ist jedoch nicht einfach, Irene zu besuchen, da sie mit ihrem Frauchen und einer Kuh-Freundin sehr abgeschieden lebt.
Hanna musste beim Warten vor dem Schlachthof viel Leid ertragen. Es war kalt, sie musste sehr lange ohne Wasser und Futter auskommen, ihr Euter war zum Platzen voll und schlimm entzündet. Die anderen Tiere, die mit ihr ausharren mussten, hatten Hörner und malträtierten sie damit böse. Und dennoch versuchte sie die ganze Zeit, die anderen zu trösten und zu beruhigen. Ich versuchte einen Freikauf auszuhandeln und hatte damit Erfolg. Die Zeit, die sie zum Gesundpflegen im Quarantänestall verbrachte, musste sie leider ohne Rindergesellschaft ertragen. Schlimm für so ein hochsoziales Tier, wie gerade sie eines ist. Wir haben im kalten Winter bei ihr im Stall gesessen, liebe Freunde haben Essen und Trinken mitgebracht und es fanden richtige kleine Feiern bei ihr in der Futterrinne statt. Während einer ihr entzündetes Euter mit der Hand ausgemolken hat, hat ein anderer sie mit veganem Gebäck gefüttert. Ganz verrückt war sie auch nach den Schupfnudeln mit Sauerkraut. Sie ist insgesamt ein Rind mit einem sehr originellen und unkomplizierten Wesen.
Hanna lebt auf dem Lebenshof Sanamuhrium. Fast drei Jahre war sie Mitglied der "Amaru Herde", doch als Hanna lahmte war es notwendig, sie im SanaMUHrium zu behalten und nicht mehr im Sommer auf die Außenweide zu bringen. Sie ist eine betagte Dame, unser drittältestes Rind. Sie freundete sich dort mit Queenie (die leider im Februar 24 starb), Jonas und den Zwergzebus Drizi und Babette an. Später dann auch mit Leni, die Queenies Platz im Mixed Stall bezog.
Sie möchten eine Patenschaft für Fanny übernehmen?
Sie ist Elliotts Mutter. Ich sollte mir eigentlich ihren Sohn im Stall ansehen und entscheiden, ob ich ihn übernehmen möchte. Aber als ich Fanny sah, angebunden wie ein Schwerverbrecher, war es sofort um mich geschehen. Ich habe ihr versprochen, sie da auch rauszuholen, egal wie. Es hat leider etliche Monate gedauert, bis ich dieses Versprechen wahr machen konnte, denn der Bauer wollte sie nicht gleich hergeben. Deshalb musste ich sie zunächst in tiefer Verzweiflung zurück lassen, als ich ihren Sohn abgeholt habe. Leider konnte ich die beiden später nicht mehr zusammen führen, aber beide haben jetzt wenigstens ein schönes, freies und sicheres Leben, wenn auch voneinander getrennt.
Fanny lebt auf dem Lebenshof Sanamuhrium mit ihrem "Frauchen" Nicole.
Elliott war gerade zur Pflege in unseren Quarantänestall gebracht worden, als am Schlachthof ein riesiger Ochse beim Abladen verunglückte. Der sanfte Riese konnte nur unter Schwierigkeiten und dank seiner ruhigen Art aus seiner misslichen Lage befreit werden. Und ich beschloss, diesen Wink des Schicksals am Schlafittchen zu packen. Statt in der Tötebox endete seine Reise an diesem Tag in unserem Quarantänestall bei Elliott. Wie sich heraus stellte, war Gadi gar kein Ochse, da seine späte Kastration durch den Mäster misslungen war. Das wurde dann auf dem Tierrettungshof in Gsenget nachgeholt. Gadi war auch als Bulle fast immer brav, als Ochse ist er nun ein wunderbar sanfter Schmuseriese.
Ein Bauer aus dem Ort wollte, dass ich ihn abkaufe, weil er bei ihm nicht gedieh. Er hätte an ihm ohnehin nichts verdient. Elliot sah mit einem Jahr noch aus wie ein fünfmonatiges Kalb. Dieses Lebensjahr hatte er ganz kurz angebunden in einem dunklen Stalleck verbringen müssen. Gegenüber an der anderen Wand angebunden befand sich seine Mutter Fanny, die wir später auch noch retten konnten. Wie sich heraus stellte, litt Elliott an einer Pansenübersäuerung. Durch die Behandlung nach der Übernahme wurde er gesund und fing dann auch bald an zu wachsen. Zusammen mit seinem Stallgefährten Gadi, den wir ihm zur Seite gestellt haben, wurde er auf einen Lebenshof in Niederbayern gebracht. Dort lebt er auf riesigen Weiden in einer Rinderherde und sieht mittlerweile prachtvoll aus.
Alma wartete als fünf Monate altes Kalb im Schlachthof auf ihre Tötung. Sie war seit mindestens zwei Tagen ohne Tränke und Futter (sie brauchte noch Milch, fraß aber schon etwas Heu). Und sie lag ganz lässig in der Box und wartete einfach. Sie hatte überhaupt keine Angst und sie hat keinen Ton gesagt. Kälber schreien sonst immer im Schlachthof, erst recht, wenn sie hungrig sind. Sie schien zu wissen, was ich noch nicht wusste: ihr würde nichts passieren, denn sie würde mit mir gehen.
Ich hatte diese Idee damals noch gar nicht. Nicht richtig, jedenfalls. Als dann gleich zwei aus der Schlachthof-Leitung nacheinander zu mir kamen, um mir vorzujammern, dass dieses Kalb überzählig sei und gar nicht gebraucht würde, fiel der Groschen bei mir Pfennig-weise. Sie hat sich von Anfang an gut in alles eingefügt, obwohl ich gar nicht auf ihre Ankunft vorbereitet war und vieles improvisiert werden musste. Ihre Ideen und ihr Sportsgeist haben später allerdings manchmal über das Ziel hinaus geschossen. Inzwischen ist sie aber eine sehr verlässliche Kuhgefährtin geworden.
Alma lebt auf dem Lebenshof Sanamuhrium mit ihrer Freundin Berta und ihrem "Frauchen" Nicole.