Fred wurde zur Schlachtung abgegeben. Der Schlachter fand ihn zu nett und kontaktierte uns. Und Fusselchen ist wirklich ein kleiner Witzbold und Pausenclown.
Vadislav ist uns vom Veterinäramt übergeben worden. Er stammte aus nicht artgerechter Haltung. Beinahe wäre er alleine in einem dunklen, kalten Schuppen im Winter erfroren. Er war eine zeitlang sehr kälteempfindlich und hat sich deshalb bevorzugt in der Küche aufgehalten. Als halbwüchsiger Teenager hat er aber dann den Absprung in ein freies Schweineleben unter Schweinen geschafft. Bis er integriert war, hat dann zwar noch eine Weile gedauert. Anfangs ist er gelegentlich mit schlechtem Benehmen gegen seine Artgenossen aufgefallen. Aber inzwischen klappt es wunderbar in seinem sozialen Leben.
Möchten Sie Eleonara mit einer Patenschaft bei ihren Versorgungskosten unterstützen?
Eleonora war der Anfang einer vierfachen Rettung aus dem gleichen Stall, bei dem drei Tierschutzvereine zusammen gearbeitet haben: Eleonora und ihre Freundin Nicki, „Weihnachtsbraten“ Toni und Kuh Josy. Eleonora ist kleinwüchsig und daher ein (land-)wirtschaftlicher Totalschaden, die lediglich Futter verbraucht und keinen Ertrag einbringt. Die Frau des Landwirts hat nach dem Aufladen gesagt, dass ihr Mann das Kälbchen erschlagen oder abgestochen hätte, weil kein Metzger sie haben wollte. Die Kleinwüchsigkeit wurde ihr übrigens von dem Bullen vererbt, von dem der Samen zur Besamung stammte. Erst etwas verspätet wurde bemerkt, dass er manchmal Zwergwuchs vererben kann. Ihr Leid war also doppelt menschengemacht.
Eleonora lebt mit den Freunden Nicki und Toni im Schwarzwald und wird vom Verein Rüsselheim e.V. versorgt. Die damals schwerkranke Josy kam in unsere Obhut. Für Eleonora steuern wir die Unterhaltskosten bei. Dafür brauchen auch wir wiederum Unterstützung.
Charakter: erst Krawallschachtel, später entspannt, selbstbewusst, stolz
Abschied von Krawalli Krawalli stammte aus der Gießener Rettung, einer Hofauflösung wegen schlechter Haltung, mehrere Hundert Rinder waren damals betroffen. Einige davon konnten von Vereinen gerettet und auf Lebenshöfen untergebracht werden. Zum Teil sind sie dort leider wegen ihres schlechten Zustandes schon bald gestorben. Krawalli stand eigentlich bei keinem Verein auf der Liste der Tiere, die übernommen werden sollten. Sie rettete sich mit einem Hechtsprung auf unseren bereit stehenden Anhänger einfach selber, denn niemand brachte es fertig, sie wieder in den Stall zurück zu treiben. Von da ab hat sie nach und nach ihre Unruhe stiftende Art abgelegt, die sie wohl beim Vorbesitzer immer und bei uns anfangs auch gezeigt hat.
Leider war sie nie lange gesund. Ständig hatte sie größere und kleinere Probleme aller Art, als würde etwas an ihr den schwächsten Punkt suchen. Vor Kurzem scheint dieses Etwas Erfolg gehabt zu haben. Ihre seit dieser Weidesaison zunehmend verformten Nebenhöhlen und Kieferäste wurden ausgiebig in der Rinder Klinik untersucht und, soweit möglich, behandelt. Das Ergebnis war nicht ganz eindeutig. Die Prozesse an mehreren Stellen des Kopfes waren auf jeden Fall entzündlich. Ob auch tumorös, konnte nicht ganz sicher ausgeschlossen werden.
Leider sind die Knochenverformungen nicht rückgängig zu machen. Zähne haben sich gelockert, die Atmung war erschwert, ein Kieferknochen insgesamt instabil, mehrere offene Stellen hätten weitere Infektionsgefahr bedeutet. Heute hat sie uns die Entscheidung leichter gemacht, denn ihr Zustand hat sich über das Wochenende deutlich verschlechtert in der Klinik. Deshalb habe ich mich soeben in Absprache mit den Klinikärzten für die Euthanasie entschieden. Leid um jeden Preis zu verlängern, wäre keine gute Alternative gewesen. Run free ❤😓
Lina Geboren: 16.08.14 Gestorben: Mai 2020 Rasse: Weiß-blauer Belgier-Mix
Charakter: zurückhaltend
Abschied von Lina In einer Blitzaktion auf Facebook wurden mehrere Kälber innerhalb weniger Tage gerettet. Ganz mutig kaufte Michaela G. zwei Kälber: Lina und den gleichaltrigen Benny.
Lina starb nach einem Weideunfall, sie wurde nur knapp 6 Jahre alt. Sie lebte von 2015 bis 2020 zusammen mit Benny auf einem Pensionshof in Schwaben.
Rasse: Schwarzbunte Charakter: erst sehr ängstlich, später freundlich, fröhlich, verschmust
Abschied von Frau Rosalie Sie stammte aus einer Betriebsauflösung und wurde von einer privaten Retterin Mitte November 2016 an uns vermittelt, um sie vor dem Export zu bewahren. Sie war ein freundliches, aber schüchternes Tier mit wenig Selbstbewusstsein. Sie fand sich nach und nach bei Tier und Mensch ein und fühlte sich in einer kleinen Vierer-Herde bestens aufgehoben. Sie stand zusammen mit Vroni, Queenie und Josy. Sowohl auf der Weide als auch im Winterquartier sorgten wir für ein ihr bekanntes und stabiles Umfeld.
Anfang März 2020 hatte Frau Rosalie nachts einen Unfall im Stall, bei dem sie schwer an der Wirbelsäule verletzt wurde. Was genau passiert ist, können wir nur mutmaßen. Vermutlich hatte es mit Brunft und sehr viel Pech zu tun, denn diese Vierergruppe hat eigentlich ausgezeichnet zusammen gepasst. Den Folgetag über haben wir versucht, ihr wieder auf die Beine zu helfen. Aber es hat nichts Wirkung gezeigt und irgendwann war klar, dass wir ihr keinen Gefallen damit tun, weiter abzuwarten. Manchmal ist es nur schwer zu ertragen.
Liebe Rosalie, du hast uns viel Freude bereitet und bleibst unvergessen!
Soja Geboren: 09.02.2001 Gestorben: 05.02.2020 Rasse: Charolais
Charakter: lebensfroh, sehr lieb, unkompliziert und freundlich
Abschied von Soja Sojawar Rosines Freundin und sollte altersbedingt geschlachtet werden. Wir fanden sie vor als ein 15-jähriges schauriges Klappergestell mit massiven Fehlstellungen.
Ihre Tochter Tofu war ihr 13. Kalb und wir haben alle Drei im Mai 2016 gemeinsam befreit. Eigentlich wollte der Landwirt Tofu behalten, um mit ihr weiter zu züchten. Aber wir versuchen immer - wenn möglich - ganze Familien zu retten. Rinder hängen sehr an ihren nahen Verwandten und Freunden. Deshalb durfte Tofu dann auch mitkommen.
Soja lebte mit Tochter Tofu und Freundin Rosine zusammen erst im Hunsrück und dann auf einem wunderschönen Pensionsplatz in Hessen.
Soja starb Anfang Februar 2020 und verfehlte ihren 19. Geburtstag um nur 4 Tage. Ein stolzes Alter für eine einst derart ausgebeutete Milchkuh und 13-fache Mutter.
Charakter: eine der zutraulicheren der Highländer-Herde
Abschied von Ulla-die Eule Ulla war eines der 14 schottischen Hochlandrinder, die wir 2016 als komplette Herde übernahmen. Zum Glück war sie nicht tragend.
Als Älteste der Herde war sie neben Chef Poppey das Leittier der Herde.
Sie hatte als eine der wenigen bereits einen Namen: Eule, so dass wir diesen gemäß unserem Rettungsalphabet ("U" war dran), mit ihrem neuen Namen Ulla kombinierten. Gerufen haben wir sie aber "Eule".
Man konnte sie jederzeit erkennen an der asymmetrischen Stellung ihrer imposanten Hörner.
Ulla Eule ist in der Nacht auf den 23.01.2020 gestorben. Sie war vorher nicht auffällig und ist wohl einfach hinüber gewechselt.
Mit 18einhalb Jahren ist das für ein Rind auch zulässig. Trotzdem war sie jemand, den wir vermissen werden. 💝
Babette ist die Tochter von Anna und kam zusammen mit ihrer Mama im November 2019 zu uns auf den Hof. Anna ging im Dezember 2022 über die Regenbogenbrücke. Während Anna sehr scheu war, kommt Babette gern näher und lässt sich auch streicheln. Im März 23 haben wir für Babette eine neue Kameradin gefunden: Drizi, die sich gerade hier einlebt.
Babette und Drizi leben auf dem Lebenshof Sanamuhrium.
Charakter: wie ihre Mama lebensfroh, sehr lieb, unkompliziert und freundlich
Abschied von Tofu Eigentlich wollte der Landwirt die 3-monatige Tofu behalten, um mit ihr weiter zu züchten. Aber wir versuchen immer - wenn möglich - ganze Familien zu retten. Rinder hängen sehr an ihren nahen Verwandten und Freunden. Als wir ihre Mutter Soja zusammen mit deren Freundin Rosine im Mai 2016 retteten, durfte Tofu dann auch mitkommen. Tofu ist Sojas 13. Kalb und das einzige, das sie behalten durfte.
Tofu und Mama Soja lebten zusammen erst im Hunsrück und dann auf einem wunderschönen Pensionsplatz in Hessen.
Tofu verunglückte Anfang Oktober 2019 und wurde nur 3 1/2 Jahre alt.