Odin ist der Sohn von Wolke aus der Pöttmeser Rettung, die tragend geschlachtet werden sollte.
Er wurde in der Obhut unseres Vereins in Sicherheit geboren und wuchs zusammen mit Mama Wolke und seinen Spielkameraden Isabelle und Pedro auf, deren Mütter ebenfalls aus der gleichen Rettung stammen.
Odin, Mama Wolke und auch die "anderen" leben bei unserem Kooperationspartner auf einem schönen Hof im Hunsrück.
Sie möchten eine Patenschaft für Isabelle übernehmen?
Isabelle ist die Tochter von Yoga aus der Pöttmeser Rettung, die tragend geschlachtet werden sollte.
Sie heißt dank einer Einmalspende für ihre Aussteuer Isabelle!!
Sie wurde in der Obhut unsere Vereins in Sicherheit geboren und wuchs zusammen mit Mama Yoga und ihren Spielkameraden Odin und Pedro auf, deren Mütter ebenfalls aus der gleichen Rettung stammen.
Den Riss im Ohr hat sie sich leider schon sehr jung selbst zugefügt, als sie wohl irgendwo mit der Ohrmarke hängen blieb. Die Ohrmarken sind unglücklicherweise Pflicht für Rinder. Dem entkommen bisher auch Lebenshöfe nicht.
Isabelle, Mama Yoga und auch die "anderen" leben auf einem schönen Hof im Hunsrück (Kooperationspartner).
Yoga stammt aus der Rettung der trächtigen Rinder aus Pöttmes, die alle zur Schlachtung sollten. Sie erwartete ebenfalls ein Kalb und durfte es in Sicherheit zur Welt bringen können.
Beim Verladen der Tiere nach der Übernahme durch den Tierschutz, war sie dem Abtransport gegenüber äußerst misstrauisch. Obwohl grundsätzlich sehr umgänglich, weigerte sie sich eine Stunde lang, ihre Box im Stall zu verlassen. Das führte dazu, dass wilde Streitereien unter den beteiligten Personen entstanden und viel Schweiß floss. Diese Kuh ist also immer ein guter Anlass, sich erst nochmal etwas zu sammeln und über andere Taktiken nachzudenken. Selber bleibt sie völlig ruhig dabei, wenn sie andere auf die Palme bringt 🙂 Tatsächlich gibt es aber längst keine Diskussionen mehr mit ihr. Gewohnte Abläufe boykottiert sie nie.
Zänsi Geboren: 20.11.1995 Gestorben: 11.05.2016 Rasse: Fleckvieh Charakter: sehr freundlich und dickschädelig
Abschied von Zänsi Eine 19 Jahre alt Kuh namens Zänsi sollte den Weg zum Schlachter antreten. Das konnte ich erfolgreich verhindern, denn nur weil ihr Leben lang und hoffentlich einigermaßen gut war, sollte es noch lange nicht so scheußlich enden. Da Zänsi sehr gepflegt und rüstig wirkte, war anzunehmen, dass sie ihre Zeit in Sicherheit noch eine Weile genießen können würde. Sie war übrigens eine Art Familienerbstück und wurde bei der Hofauflösung eines Verwandten übernommen. Offenbar hatte ihr das für einige Zeit den Status der Unantastbarkeit verliehen. Eine 19jährige Kuh aus einem landwirtschaftlichen Betrieb ist eher eine Rarität. Üblicherweise landen sie mit 5-6 Jahren bereits bei der Schlachtung. Obwohl sie eigentlich ein Alter von über 20 Jahren erreichen können, wenn sie nicht ausge- nutzt werden.
Zänsi hatte noch einige schöne und friedliche Monate bis zu ihrem natürlichen Tod.
Sie möchten eine Patenschaft für Paula übernehmen?
Paula ist unser drittes Vereinsbaby und wurde von Belleni, Rufname Leni, geboren. Eigentlich sollte Leni in die Türkei exportiert werden, um Paula dort zur Welt zu bringen und beim Aufbau einer Tierzucht zu helfen. Sie wären beide ausgezeichnete Hochleistungs-Milchkühe geworden, mit viel Fleischansatz, falls sie den Transport überlebt hätten. Und zum Dank dafür wären sie über Jahre gequält und dann geschlachtet worden. Das alles blieb ihnen erspart und Mamas Milch gehört nur Paula.
Paula und Leni hatten lange Zeit ein sehr enges Verhältnis und kamen nur zusammen zurecht. Aber das durfte bei uns so sein. Später haben wir Leni und Kati in eine kleine Herde gestellt, während die "Jungen" in einer großen herumtoben können.
Paula lebt mit Lenis Sohn Felix auf einem Pensionshof in Niedersachsen.
Sie möchten eine Patenschaft für Felix übernehmen?
Felix war das erste bei uns geborene Vereinskälbchen. Er und seine Mutter wurden vor dem Export bewahrt. Die für den Export vorgesehenen Kühe werden sehr gründlich ausgesucht. Nur beste Abstammung, einwandfrei gesunde Tiere, die gerade zum ersten Mal trächtig (gemacht) wurden und Kühe mit einem großen, gut angebildeten Euter werden akzeptiert von den Händlern. Letzteres bedeutet, dass die Kuh schon in einem weit fortgeschrittenen Trächtigkeitsstadium sein muss. Sonst kann das Euter noch gar nicht groß sein bei einer Jungkuh. Und dann kommt der Teil, der so gar keinen Sinn macht, aber absolut üblich ist: Diese sorgfältig ausgewählten Superkühe, die nahe vor der Geburt stehen, werden auf Todestransporte geschickt, ohne ausreichende Versorgung und ohne jede Rücksicht auf die Tiere. Dass mindestens ein Drittel den Transport nicht unbeschadet oder sogar nicht einmal lebend übersteht, ist einkalkuliert! Mama Kati wurde wie üblich sehr jung besamt. Da sie ausgezeichnete Papiere hat, wurde sie für den Export ausgewählt. Der mörderische Transport in die Türkei sollte aber verhindert werden. Die Tochter des Landwirtes setzte sich für die Rettung von Kati und Freundin Belleni ein, der das selbe Schicksal bevor stand. Wir konnten diesen beiden bezaubernden Kühen und ihrem Nachwuchs ein sicheres Leben anbieten.
Ihr Kalb hätte man ihr, wie auch hier üblich, am Tag der Geburt genommen, alle weiteren auch.
Doch Kati durfte leben und Mutter sein. Jahrelang lebte sie mit Felix, Leni und Paula in einer großen Herde. Erst 2021 wurde sie mit Leni aus Gründen der Schonung in eine kleine Herde gestellt, während deren Kinder Felix und Paula in der großen Herde zusammen blieben. Sie wird nie mehr zwangsgeschwängert. Sie dürfen einfach „sein“, die beiden.
Zilly hat im April 2023 eine große Patenschaft verloren. Sie freut sich über eine Aufstockung ihrer Patenschaften.
Rückblick: 17.08.2015 Zilly stand mit auf dem Transporter zum Rinderschlachtmoloch. Sie hatte am Morgen die Geburt toter Zwillingskälber überstanden. Eigentlich hätte sie gar nicht transportiert werden dürfen. Da die Nachgeburt nicht abging, war ihr Überleben ohne teure und aufwändige Behandlung mehr als fraglich. Der Bauer beschloss, sich ihrer schnell zu entledigen. Wir übernahmen sie noch kurz vor ihrem Weitertransport und ließen sie stattdessen in unseren Quarantänestall bringen. Zilly brauchte viele Medikamente und Behandlungen. Außerdem musste sie von uns gemolken werden. Sie kämpfte sich mühsam zurück ins Leben. Und es hat sich für sie mehr als gelohnt.
Zilly hat sich prächtig entwickelt. Sie lebt im SanaMUHriums. Im Sommer ist sie auf einer Außenweide mit ihrer Herde, die von ihr angeführt wird. Sie versteht sich sehr gut mit den anderen Kuhladys Thelma, Minna, Sissy und Qaja und ihrem heißgeliebten Ochsen Amaru.
Hanna musste beim Warten vor dem Schlachthof viel Leid ertragen. Es war kalt, sie musste sehr lange ohne Wasser und Futter auskommen, ihr Euter war zum Platzen voll und schlimm entzündet. Die anderen Tiere, die mit ihr ausharren mussten, hatten Hörner und malträtierten sie damit böse. Und dennoch versuchte sie die ganze Zeit, die anderen zu trösten und zu beruhigen. Ich versuchte einen Freikauf auszuhandeln und hatte damit Erfolg. Die Zeit, die sie zum Gesundpflegen im Quarantänestall verbrachte, musste sie leider ohne Rindergesellschaft ertragen. Schlimm für so ein hochsoziales Tier, wie gerade sie eines ist. Wir haben im kalten Winter bei ihr im Stall gesessen, liebe Freunde haben Essen und Trinken mitgebracht und es fanden richtige kleine Feiern bei ihr in der Futterrinne statt. Während einer ihr entzündetes Euter mit der Hand ausgemolken hat, hat ein anderer sie mit veganem Gebäck gefüttert. Ganz verrückt war sie auch nach den Schupfnudeln mit Sauerkraut. Sie ist insgesamt ein Rind mit einem sehr originellen und unkomplizierten Wesen.
Hanna lebt auf dem Lebenshof Sanamuhrium. Fast drei Jahre war sie Mitglied der "Amaru Herde", doch als Hanna lahmte war es notwendig, sie im SanaMUHrium zu behalten und nicht mehr im Sommer auf die Außenweide zu bringen. Sie ist eine betagte Dame, unser drittältestes Rind. Sie freundete sich dort mit Queenie (die leider im Februar 24 starb), Jonas und den Zwergzebus Drizi und Babette an. Später dann auch mit Leni, die Queenies Platz im Mixed Stall bezog.
Alma wartete als fünf Monate altes Kalb im Schlachthof auf ihre Tötung. Sie war seit mindestens zwei Tagen ohne Tränke und Futter (sie brauchte noch Milch, fraß aber schon etwas Heu). Und sie lag ganz lässig in der Box und wartete einfach. Sie hatte überhaupt keine Angst und sie hat keinen Ton gesagt. Kälber schreien sonst immer im Schlachthof, erst recht, wenn sie hungrig sind. Sie schien zu wissen, was ich noch nicht wusste: ihr würde nichts passieren, denn sie würde mit mir gehen.
Ich hatte diese Idee damals noch gar nicht. Nicht richtig, jedenfalls. Als dann gleich zwei aus der Schlachthof-Leitung nacheinander zu mir kamen, um mir vorzujammern, dass dieses Kalb überzählig sei und gar nicht gebraucht würde, fiel der Groschen bei mir Pfennig-weise. Sie hat sich von Anfang an gut in alles eingefügt, obwohl ich gar nicht auf ihre Ankunft vorbereitet war und vieles improvisiert werden musste. Ihre Ideen und ihr Sportsgeist haben später allerdings manchmal über das Ziel hinaus geschossen. Inzwischen ist sie aber eine sehr verlässliche Kuhgefährtin geworden.
Alma lebt auf dem Lebenshof Sanamuhrium mit ihrer Freundin Berta und ihrem "Frauchen" Nicole.