Der Countdown für diese zwei Rinder lief. Lisa mit Söhnchen Nepomuk sollte bereits wieder besamt werden und in der Folgewoche zum Händler.
Der Rettung konnte aber mit eurer Hilfe gestemmt werden. So konnten Lisa und Nepomuk zusammen bleiben und sind es bis heute. Auf den Weiden sieht man sie immer noch eng miteinander verbunden.
Doch beiden fehlt es nach wie vor an Patenschaften, um die monatliche Versorgung zu sichern.
Lisa lebt mit Nepomuk, der inzwischen erwachsen ist und sie in der Größe überholt hat, auf einem wunderschönen Pensionshof in Niedersachsen.
Fotos: Nicole Tschierse
Gewohntes Bild auf der Weide: Lisa und Nepomuk nicht weit auseinander
Jonas wäre ohne unser Eingreifen eines der vielen Opfer der Milchindustrie geworden. Kaum eine Woche auf der Welt, stand sein weiteres Schicksal schon fest. In einem Alter von zwei Wochen wäre er zusammen mit anderen gleich alten Bullenkälbern des Milchbetriebs auf den Anhänger eines Händlers getrieben worden. Dann wäre es weiter gegangen zu einem Mastbetrieb. Wer zu klein ist oder krank wird, wird gleich geschlachtet, die anderen etwas später, wenn sie zugenommen haben. Zwei Wochen. Und dass überhaupt solange gewartet wird, liegt auch nur an der Gesetzeslage.
Wir haben Jonas aus einem Milchviehbetrieb übernommen. Er hat sich prächtig entwickelt. Riesengroß ist er geworden, er hat bereits die zwei Meter Marke geknackt und ist vermutlich immer noch nicht ausgewachsen. Und ein Schmuser. Er macht glatt unserer Leni Konkurrenz. An ihm mit seinem sanften und fröhlichem Wesen wird deutlich, welches Verbrechen tagtäglich den Bullenkälbern in Milchviehbetrieben widerfährt.
Jonas lebte eine zeitlang auf einem Pensionsplatz in Hessen. Er musste im Februar 2024 in die Tierklinik Hannover mit unklaren Ursachen. Am 8.2.24 kam er direkt von der Klinik ins Sanamuhrium zur weiteren Betreuung. Hier lebt er glücklich und zufrieden in einer gemischte Herde mit drei Zwerg-Zebus, zwei Fleckvieh-Damen, Hof-Start Fido, den Ziegen, Mulis und Schafen.
Sie möchten eine Patenschaft für Isabelle übernehmen?
Isabelle ist die Tochter von Yoga aus der Pöttmeser Rettung, die tragend geschlachtet werden sollte.
Sie heißt dank einer Einmalspende für ihre Aussteuer Isabelle!!
Sie wurde in der Obhut unsere Vereins in Sicherheit geboren und wuchs zusammen mit Mama Yoga und ihren Spielkameraden Odin und Pedro auf, deren Mütter ebenfalls aus der gleichen Rettung stammen.
Den Riss im Ohr hat sie sich leider schon sehr jung selbst zugefügt, als sie wohl irgendwo mit der Ohrmarke hängen blieb. Die Ohrmarken sind unglücklicherweise Pflicht für Rinder. Dem entkommen bisher auch Lebenshöfe nicht.
Isabelle, Mama Yoga und auch die "anderen" leben auf einem schönen Hof im Hunsrück (Kooperationspartner).
Etu stammt wie seine Freunde Amaru, Bruno, Campari und David vom selben Landwirt und sollte auch in die Mast, wie es für Bullen vorgesehen ist. Auch ihm haben wir das erspart.
Jetzt lebt er glücklich und frei, wie die anderen inzwischen ebenfalls zu stattlichen Ochsen herangewachsenen Freunde, auf großen Weiden. Er lebt mit David auf einem wunderschönen Pensionshof in Niedersachsen.
Sie möchten eine Patenschaft für David übernehmen?
David stammt aus einem Betrieb, der männliche Kälber ab der zweiten Woche zur Mast weiter verkauft. Das ist in Milchbetrieben so üblich. Nur weibliche Rinder werden behalten, wenn sie den Anforderungen als Milchkuh entsprechen, soweit es schon zu erkennen ist. David ist ein zauberhafter Kerl. Er ist sehr liebenswürdig und fordert seine Streicheleinheiten vehement ein. Außerdem ist er besonders hübsch mit seinem eleganten Kopf und Gesicht.
David lebt mit Etu, der gleichzeitig mit ihm gerettet wurden, auf einem wunderschönen Pensionshof in Niedersachsen. Die weiteren damaligen Kälber der gleichen Rettung, Amaru und Campari, leben im SanaMUHrium. Bruno ist leider ganz jung verstorben.
Sie möchten eine Patenschaft für Campari übernehmen? Er sucht dringend Aufstockung für seine Versorgung, er ist etwa zur Hälfte bepatet.
Campari stammt auch aus einem Milchbetrieb und sollte in die Mast. Auch ihn haben wir zu uns geholt, denn es war zum Glück möglich, keines der Kälber im Betrieb zurück lassen zu müssen. Er ist ruhig und freundlich.
Sein optischer Wiedererkennungswert ist unschlagbar. Ein wunderschönes Rind.
Er lebt in einem wunderschönen Zuhause im SanaMUHrium, im Sommer auf einer Außenweide, im Winter am Hof. Zunächst mit seinem besten Freund Dallas an seiner Seite. Nachdem Dallas die Welten gewechselt hat, wechselte Campari in die Herde von Amaru mit Zilly, Thelma, Olga, Minna, Qaja und Sissy.
Amaru ist der einzige aus seiner Kälbergruppe gewesen, der sich als genetisch hornlos entpuppt hat. Das ist nicht weiter schlimm, nur eine Besonderheit. Er wurde also nicht enthornt, ihm sind einfach keine gewachsen.
Amaru sticht mit seiner besonderen Fellfarbe ins Auge und ist insgesamt ein sehr hübscher Ochse.
Er lebt im Sanamuhrium. Im Sommer ist er auf einer nahegelegenen Außenweide mit seiner Herde, die von Zilly angeführt wird. Amaru versteht sich sehr gut mit "seinen" Damen Thelma, Olga und Zilly. Die kleine Herde wird seit 2024 bereichert durch Minna, Sissy und Qaja und seit 2025 nach Dallas Tod durch Campari.
Yoga stammt aus der Rettung der trächtigen Rinder aus Pöttmes, die alle zur Schlachtung sollten. Sie erwartete ebenfalls ein Kalb und durfte es in Sicherheit zur Welt bringen können.
Beim Verladen der Tiere nach der Übernahme durch den Tierschutz, war sie dem Abtransport gegenüber äußerst misstrauisch. Obwohl grundsätzlich sehr umgänglich, weigerte sie sich eine Stunde lang, ihre Box im Stall zu verlassen. Das führte dazu, dass wilde Streitereien unter den beteiligten Personen entstanden und viel Schweiß floss. Diese Kuh ist also immer ein guter Anlass, sich erst nochmal etwas zu sammeln und über andere Taktiken nachzudenken. Selber bleibt sie völlig ruhig dabei, wenn sie andere auf die Palme bringt 🙂 Tatsächlich gibt es aber längst keine Diskussionen mehr mit ihr. Gewohnte Abläufe boykottiert sie nie.
Xaver freut sich über weitere dringend notwendige Patenschaften!
Bei der Rettung der letzten Tiere aus dem Hof in Pöttmes haben wir auch die beiden Jungbullen nicht zurück gelassen. Einen davon, Xaver, hat weil Tiere lieber leben e.V. übernommen. Er wurde kastriert und darf seither in seiner Herde im Hunsrück leben.
Zu züchten verbietet sich uns natürlich. Wenn wir mehr Tiere unterbringen können als wir schon versorgen, nehmen wir weitere hilfesuchende Tiere aus dem nicht abreißenden Strom von Nachfragen und Hilfsgesuchen an.
Leider hat Xaver nur eine einzige 10 € Patenschaft. Er ist unser am wenigsten bepatetes Rind. Patenschaften sind ab 5 € monatlich möglich und helfen uns sehr bei der Versorgung der Tiere. Hier können Patenschaften online abgeschlossen werden. Auch Verschenken einer Patenschaft ist möglich.
Sie möchten eine Patenschaft für Wolke übernehmen?
Wolke stammt aus dem Bestand in Pöttmes, der aufgelöst werden musste. Dabei kam es zur Schlachtung etlicher trächtiger Rinder, bis ich zuletzt intervenieren konnte. Die restlichen Tiere des Hofes konnten in einer Gemeinschaftsaktion vieler Beteiligter gerettet werden. Wolke war bei der Rettung trächtig, wie fast alle Kühe dort. Trotzdem sollten alle in die Schlachtung. Der Grund dafür war, dass kein Milchbetrieb interessiert war und eine weitere Mast nicht möglich. Die Tiere waren bereits schwer und wären teuer gewesen. Niemand hätte daran verdient. Die Schlachtung aller Kühe trotz sicherer Trächtigkeit war sogar mit dem zuständigen Veterinäramt abgesprochen gewesen. Tierschutz und seine Auslegung...
Söhnchen Odin erblickte am 30.08.2016 das Licht der Welt. Beide dürfen zusammen leben und alt werden.
Wolke lebt jetzt auf einem Hof im Hunsrück (Kooperationspartner).