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Rani
Geboren: 17.11.2012
Gestorben: 15.09.2026

Rasse: Rot-Bunte

Charakter: vertrauensvoll, freundlich

Abschied von Rani

Rani, geb. am 17.11.2012, wurde wie in der Milchindustrie üblich, früh gedeckt, und hat am 29.12.2014 ihr Kalb Sissy bekommen.

Mit 25 Monaten bekam sie in einem Milchbetrieb ihr erstes Kalb. Da sie etwas früher kalbte, als angenommen, war sie noch im Laufstall auf Spaltenboden, anstatt in der Abkalbebox auf Stroh. Ein schlimmer Start für ihr Kälbchen. Da sie sich nicht melken ließ und auch nur wenig Milch anbildete, sollte sie zum Schlachter. Wir übernahmen auf Bitten einer Angestellten Kuh und Kalb. Leider nahm sie ihr Kalb Sissy nicht an. Dennoch sind seitdem beide in Sicherheit. Rani erblindete im Laufe der Zeit aus genetischen Gründen vollständig. In gewohnter Umgebung kamt sie trotzdem gut zurecht.

Ihre Tochter Sissy hat sich heimlich und unplanmäßig zu einem Rendevouz fortgestohlen. Deshalb ist Rani inzwischen sogar Oma. Ihre Enkelin heißt Zawadi.

Nach unserem Umzug auf den Lebenshof SanaMUHrium verblieb Rani auf dem Hof, auf dem sie die letzten Jahre lebte, in ihrer vertrauten Umgebung. Dort starb sie knapp 14-jährig am 15.09.26. Sissy und Zawadi leben im SanaMUHrium.

Foto: Nicole Tschierse

Gadi

Gadi
Geboren: 03.01.2012
Gestorben: 13.08.2026

Rasse: Schwarzbunter

Charakter: ruhig, verschmust

Leben und Abschied von Gadi
August 2013
Elliott war gerade zur Pflege in unseren Quarantänestall gebracht worden, als am Schlachthof ein riesiger Ochse beim Abladen verunglückte. Der sanfte Riese konnte nur unter Schwierigkeiten und dank seiner ruhigen Art aus seiner misslichen Lage befreit werden. Und ich (Nicole) beschloss, diesen Wink des Schicksals am Schlafittchen zu packen. Statt in der Tötebox endete seine Reise an diesem Tag in unserem Quarantänestall bei Elliott.
Wie sich heraus stellte, war Gadi gar kein Ochse, da seine späte Kastration durch den Mäster misslungen war. Das wurde dann auf dem Tierrettungshof in Gsenget nachgeholt, auf den Gadi und Elliott im Oktober 2013 nach der Quarantäne umzogen. Gadi war auch als Bulle fast immer brav, als Ochse war er fortan ein wunderbar sanfter Schmuseriese. Er lebte zusammen mit Elliott ein freies Leben auf dem Gnadenhof Gsenget (Niederbayern), ein Hof des Vereins Mobile Tierrettung e.V..

August 2026
Bettina Ramesberger, die Betreiberin des Hofes, schreibt am 14.08.26 seinen Nachruf:
💫 Wenn im Kreis der Lebenswelt
das Blatt zurück zur Erde fällt,
kehrt es zum Ursprung nur zurück
und findet dort sein stilles Glück. 💫

Gestern mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem geliebten Gadi nehmen 😢💔 Er ist gestern Morgen einfach ganz friedlich auf seiner Weide für immer eingeschlafen 😢.
Wir können es noch gar nicht fassen. Seit Oktober 2013 war er ein fester Bestandteil unserer Rinderherde 🐄. Jeder mochte den sanften Riesen. Gadi war ein richtiger Kuh-mpel ❤️.
Mach's gut, Gadi - du treue Seele ❤️ Lass dir das Gras auf der großen, grünen Wiese dort oben schmecken 🌈 Wir vermissen dich unendlich 😢💔

Hier die Geschichte seiner Rettung noch etwas detaillierter (von Nicole Tschierse):
Ende August 2013: An einem Montag wurde Gadi in den Schlachtgang getrieben. Er war eingepfercht zwischen Leidensgenossen, die sich gegenseitig angstvoll drückten und schoben. Da kein Platz zum Ausweichen da war, versuchte er irgendwann nach oben zu klettern und hängte sich mit den Vorderbeinen am begrenzenden Gatter auf. Er war sehr groß und es war schwierig, ihn da wieder frei zu bekommen. Aber er war ganz ruhig und brav und hat trotz seiner Angst alles mit sich machen lassen. Anschließend versuchte ich, seine Rettung möglich zu machen. Ich hatte viel Zeit damit verbracht, dieses liebe Tier unverletzt aus den Gitterstäben zu befreien, er hatte sich mir anvertraut und kooperiert, er setzte seine Hoffnung auf mich. Ich konnte ihn jetzt nicht den Schlachtern überlassen. Allerdings war er wirklich sehr groß, also teuer und potenziell trotz allem gefährlich im Umgang. Auf solche Kaliber waren wir in unserem Quarantäne Stall eigentlich nicht eingestellt.
Wir haben es gewagt. Es gab schwierige Momente, vor allem als er immer mehr zeigte, dass er gar nicht wie vom Verkäufer behauptet Ochse, sondern noch Stier war. Er musste noch einmal richtig kastriert werden. Aber sein Leben konnte gerettet werden. Er darf seitdem in Freiheit und Würde tun, was er tun möchte ❤

Fotos: Tanja Thoma

Hier ein Foto des Streicheleinheiten genießenden Gadi:

Gadi mit Hardy

Und hier eines mit Tanja:

Gadi mit Tanja


Gadi mit Marietta:

Gadi mit Marietta. Da sind Äpfel in der Tasche.


Mona
Geboren: 15.01.2009
Gestorben: 21.07.2026

Rasse: Mix

Charakter: macht ihr eigenes Ding

Abschied von Mona

Mona stammte aus Rumänien. Sie kam zusammen mit Nici, die im Februar 2025 verstorben ist, nach Deutschland und sollte eigentlich vermittelt werden. Da dies nicht erfolgreich war, durften beide bleiben. Sie lebte zusammen mit Nici in einem großen Rudel auf dem Lebenshof Sanamuhrium und war dort sehr glücklich. Mit stolzen 17,5 Jahren und fit bis fast zum Schluss, verließen sie ihre Kräfte und wir ließen sie ziehen.

Foto: Die junge Mona, noch in Scottmaring (2016)

Krümel

Krümel
Geboren: 08.03.2014
Gestorben: 05.05.2026
Rasse: Fleckvieh

Charakter: Frech, nicht menschenscheu

Abschied von Krümel
Er stand zusammen mit seinem Leidensgenossen Jumper in einer Box. Es schien, als würde Jumper Krümel ständig trösten wollen. Die beiden waren innig befreundet. Wir konnten nicht zulassen, den einen zu retten und den anderen zurücklassen zu müssen. Sie sollten zusammenbleiben dürfen. Deshalb haben wir Claudia K. unterstützt, Krümel ebenfalls freizukaufen. Als Claudia begann, sich auch mit dem „Weißkopf“, wie er in unserer Facebook-Gruppe genannt wurde, zu beschäftigen, nahm er die Zuwendungen dankbar an und erwiderte sie.

Wir retteten beide im August 2014 vor der Mast. Krümel lebte seit Sommer 2016 auf dem Kooperationshof im Hunsrück. Bis zu Jumpers Tod waren beide immer zusammen. Beide waren Mitglieder einer festen Herde, die seit 2016 unverändert zusammenlebt. Am 5. Mai 26 fand unser Pensionslandwirt Krümel tot auf. Er hat über Nacht die Welten gewechselt. Ohne Vorankündigung. Wie bei Jumper. Nun sind es nur noch 8 in der Herde. Gute Reise, lieber Krümel.

Foto: Claudia Kreuer

Xenos

Xenos
Geboren: 23.03.2016 
Gestorben: 27.03.2026
Rasse: Highland
Charakter: neugierig, vorsichtig

Abschied von Xenos:
Xenos war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm - zu diesem Zeitpunkt war er wenige Monate alt.

Er war einer der vier "schwarzen Jungs" der Herde: Wolli, Xenos, Yago und Chef Poppey.

Xenos gehörte leider zu den Highländern, die mit ein bis zwei Doppelgängern in der Herde nicht immer sofort und einfach zu identifizieren sind. Deshalb war es für ihn vermutlich besonders schwer, Paten zu finden. Je älter sie werden, umso spezieller wachsen allerdings bei jedem Tier die Hörner. Dieses "Problem" verwuchs sich also zunehmend.

Xenos hatte lange keine einzige Patenschaft. Dann unterstützen ihn zwei liebe Teilpatinnen mit zusammen 25 € monatlich. Wir danken diesen beiden von Herzen.

Mehr über die Highland-Herde können Sie hier nachlesen.

Xenos 2016
Xenos (2016) in Kindertagen

Fotos: Nicole Tschierse

Richard
Geboren: 2012
Gestorben: 21.03.2026

Rasse: Schäferhund Mix

Charakter: unsicher, aber freundlich
brauchte Routinen mehr als jeder andere

Abschied von Richard: Er war ein Straßenhund aus der Ukraine, 2012 geboren. Er kam 2016 nach Deutschland über eine Orga, die Tiere aus der Ukraine in deutsche Familien vermittelt. Richard verlor sehr bald seine Pflegestellen. Er war zu ängstlich und aufgrund seiner Angst konnte er weder alleine bleiben, noch fasste er richtig Vertrauen zu seinen Menschen.

Dann übernahm ihn Nicole in ihr Rudel. Nach anfänglichen Problemen fasste er Vertrauen und wurde gar zum Besucherliebling. Er genoss die vielen Streicheleinheiten, wollte immer gefallen und vergewisserte sich, alles richtig zu machen. Er hatte, nachdem er endlich angekommen war, viele Jahre eine richtig gute Zeit.

Seit Längerem kämpfte er mit orthopädischen Problemen und kam nur noch mit Schmerzmitteln zurecht. Als es zuletzt einfach nicht mehr ging, erwiesen wir ihm in Liebe den letzten Dienst…

Er wurde über 14 Jahre alt. Mach es gut, wir sehen uns, Richard.

Richard

Bina
Geboren: 16.10.2015

Rasse: Mischling

Charakter: unkompliziert, lieb

Bina freut sich sehr über Patenschaften!

Bina kam zu uns im Dezember 2025, kurz vor Weihnachten.
Davor lebte sie 8 Jahre in rumänischen Auffangstationen, anfangs wurde sie aus einer Tötung gerettet. Im Rettungsshelter gelang es, aus dem Angsthund eine zugängliche Hündin zu machen. Aber sie schaffte es nur, Kälte, Krankheiten und Beißereien zu überleben, nicht adoptiert zu werden. Diese lange Zeit hat sie zermürbt. Nicole hat noch nie einen so melancholischen Hund kennengelernt.

Doch mit jedem weiteren Tag im SanaMUHrium gewann sie Sicherheit und Vertrauen. Bereits im Frühjahr war sie komplett ins Rudel integriert und hatte jede Menge Spaß bei Spaziergängen und Ausflügen. Sie ist eine Wasserratte und liebt es, in jeden See oder Bach zu hüpfen.

Sie ist genau am richtigen Platz, sie liebt es, genauso, wie wir sie lieben. ❤️

Dariel
Geboren: 24.12.2012
Gestorben: 23.12.2025

Rasse: Herdenschutzhund (Mix)

Charakter: unglaublich lieb

Abschied von Dariel: Dariel zog Anfang Juli 2023 im SanaMUHrium ein. Er kam aus einem rumänischen Shelter, wo er vom Besitzer einfach abgegeben wurde. Untergewichtig kam er an und eroberte langsam alle Winkel des Hofes. Sein Alter konnten wir nur schwer glauben, am Anfang benahm er sich manchmal wie ein ganz Junger. Er fügte sich ins Rudel ein, als wäre er schon immer da gewesen. Sein plötzlicher Abschied, ohne jede Vorankündigung, deutet an, dass er doch schon ein älteres Semester war.

Bild oben: Dariel im Oktober 25, Foto: Natalie Jazi
Bild unten aus dem Shelter 2023

Dallas
Geboren: 09.10.2015
Gestorben: 25.11.2025
Rasse: Jersey

Charakter: ruhig, freundlich

Abschied von Dallas
Dallas war, wirtschaftlich betrachtet, ein wertloses Bullenkalb einer Milchrasse. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie kaum Fleisch ansetzen. Und die männlichen Tiere natürlich später auch keine Milch produzieren können. Er wurde zusammen mit Charly am 3.11.15, zwei Tage vor dem Weg zum Metzger, gerettet.

Dallas 4 Wochen alt, bei seiner Rettung

Mehr nachzulesen über das Schicksal der Bullenkälber von Milchrassen hier.

Er, Charly und Campari waren lange ein Freunde-Trio, bis Charly siebeneinhalbjährig überraschend starb. Dallas lebte anschließend im SanaMUHrium, zusammen mit seinem besten Freund Campari.

Er war ein zuckersüßes Kalb und wurde ein wunderschöner Ochse. Jerseys erfreuen sich bei den Besuchern großer Beliebtheit und dennoch hatte unser Dallas nach dem Tod seines Vollpaten zwei Jahre keine einzige Patenschaft mehr. Erst in seinem letzten Lebensjahr fand er nochmal eine Teilpatin.

Foto: Nicole Tschierse

Suzuki

Suzuki
Geboren: 03.04.2010 
Gestorben: 15.08.2025
Rasse: Highland Mix

Charakter: souverän, zugewandt

Abschied von Suzuki:
Sie war eines von 14 Schottischen Hochlandrindern, die der Verein 2016 übernahm. Zu diesem Zeitpunkt war sie tragend.

Im März 2017 schenkte Suzuki als erste der fünf tragenden Kühe dieser Herde einem Baby das Leben: Honda.

Suzuki war nicht ganz reinrassig und etwas größer als die anderen Tiere der Herde. Sie war auch nicht ganz so scheu und zurückhaltend wie die meisten anderen.

Am 15.08.25 ist unsere Suzuki von selbst auf der Weide für immer eingeschlafen. Sie wirkte seit zwei Wochen zunehmend "klapprig", benahm sich aber ansonsten normal. Sie wurde 15einhalb Jahre und lässt ihre Tochter Honda zurück, die sehr an ihr hing, allerdings natürlich längst selbst erwachsen ist. Jetzt leben nur noch zwei der ursprünglichen 7 Mutterkühe dieser Herde. Die Zeit vergeht ....

Mehr über die Highland-Herde können Sie hier nachlesen.

Foto: Nicole Tschierse