Tami stammt aus einem Milchbetrieb für Ziegen. Sie war zu kleinwüchsig. Das ist zum Melken unerwünscht, da das Euter zu schlecht zu erreichen ist. Sie wurde deshalb zur Schlachtung aussortiert, gemeinsam mit dem männlichen Nachwuchs im Betrieb. Eine Nachbarin hat uns kontaktiert und bat um Hilfe.
Maja wünscht sich noch Paten zur Unterstützung der Lebenskosten.
Maya stammt aus dem selben Betrieb wie ihre Freundin Tami. Sie war ebenfalls zu klein für die Nutzung als Milchziege. Zusammen zogen sie zu uns, anstatt beim Schlachter zu enden.
Fred wurde zur Schlachtung abgegeben. Der Schlachter fand ihn zu nett und kontaktierte uns. Und Fusselchen ist wirklich ein kleiner Witzbold und Pausenclown.
Elsa und Emma Elsa geboren am 15.08.2017 Emma geboren am 15.09.2019 Rasse: Kamerunschafe
Charakter: menschenscheu und hängen immer zusammen, deswegen auch hier in einem gemeinsamen Profil.
Elsa und Emma wünschen sich ihre noch weitere Teilpaten.
Elsa und Emma lebten relativ frei und wild auf dem Gelände, welches weil Tiere lieber leben e.V. Ende 2020 bezog. Damit sie nicht einem zweifelhaften Schicksal anheimfallen, haben wir sie übernommen und sie dürfen für immer bleiben. Wir wissen ganz wenig über sie, außer, dass sie Menschen offensichtlich überhaupt nicht gewöhnt waren, entsprechend scheu waren und das immer noch sind. Sie schätzten es allerdings schon nach der kurzen Zeit, dass im Stall ein Heuvorrat und ein paar Leckereien bereit stehen. Dort stehlen sie sich manchmal hinein, wenn sie sich ungesehen wähnen. Im Winter übernachten sie öfter im Stall und wurden dort schon unter der Rotlichtlampe gesichtet. :-). Wir sind sicher: das wird noch besser mit dem Vertrauen.
Vadislav ist uns vom Veterinäramt übergeben worden. Er stammte aus nicht artgerechter Haltung. Beinahe wäre er alleine in einem dunklen, kalten Schuppen im Winter erfroren. Er war eine zeitlang sehr kälteempfindlich und hat sich deshalb bevorzugt in der Küche aufgehalten. Als halbwüchsiger Teenager hat er aber dann den Absprung in ein freies Schweineleben unter Schweinen geschafft. Bis er integriert war, hat dann zwar noch eine Weile gedauert. Anfangs ist er gelegentlich mit schlechtem Benehmen gegen seine Artgenossen aufgefallen. Aber inzwischen klappt es wunderbar in seinem sozialen Leben.
Charakter: erst Krawallschachtel, später entspannt, selbstbewusst, stolz
Abschied von Krawalli Krawalli stammte aus der Gießener Rettung, einer Hofauflösung wegen schlechter Haltung, mehrere Hundert Rinder waren damals betroffen. Einige davon konnten von Vereinen gerettet und auf Lebenshöfen untergebracht werden. Zum Teil sind sie dort leider wegen ihres schlechten Zustandes schon bald gestorben. Krawalli stand eigentlich bei keinem Verein auf der Liste der Tiere, die übernommen werden sollten. Sie rettete sich mit einem Hechtsprung auf unseren bereit stehenden Anhänger einfach selber, denn niemand brachte es fertig, sie wieder in den Stall zurück zu treiben. Von da ab hat sie nach und nach ihre Unruhe stiftende Art abgelegt, die sie wohl beim Vorbesitzer immer und bei uns anfangs auch gezeigt hat.
Leider war sie nie lange gesund. Ständig hatte sie größere und kleinere Probleme aller Art, als würde etwas an ihr den schwächsten Punkt suchen. Vor Kurzem scheint dieses Etwas Erfolg gehabt zu haben. Ihre seit dieser Weidesaison zunehmend verformten Nebenhöhlen und Kieferäste wurden ausgiebig in der Rinder Klinik untersucht und, soweit möglich, behandelt. Das Ergebnis war nicht ganz eindeutig. Die Prozesse an mehreren Stellen des Kopfes waren auf jeden Fall entzündlich. Ob auch tumorös, konnte nicht ganz sicher ausgeschlossen werden.
Leider sind die Knochenverformungen nicht rückgängig zu machen. Zähne haben sich gelockert, die Atmung war erschwert, ein Kieferknochen insgesamt instabil, mehrere offene Stellen hätten weitere Infektionsgefahr bedeutet. Heute hat sie uns die Entscheidung leichter gemacht, denn ihr Zustand hat sich über das Wochenende deutlich verschlechtert in der Klinik. Deshalb habe ich mich soeben in Absprache mit den Klinikärzten für die Euthanasie entschieden. Leid um jeden Preis zu verlängern, wäre keine gute Alternative gewesen. Run free ❤😓
Abschied von Josy Josy hat eine besondere Geschichte. Ursprünglich wurde sie von einem aus dem Fernsehen bekannten Landwirt gerettet. Der Verein Rüsselheim e. V. bekam sie bei der Abholung und Rettung eines anderen Rindes quasi als Zugabe. Sie war in einem so schlechten Zustand, dass sie ein wirtschaftlicher Totalschaden für den Besitzer war. Josy schaffte es gerade noch auf den Anhänger, zwar mit Mühe, aber sie wollte wirklich unbedingt mit. Von dort ging der Weg für sie direkt in die nächste Tierklinik. Überall am Körper waren Geschwüre vom Liegen, die voller Eiter waren. Sie wurde operiert, mehrere 10 Liter Eimer Eiter wurden zum Ablaufen gebracht, die Wunden gespült, mit Medikamenten aller Art versorgt und trotzdem war die Klinik zuletzt der Meinung, es sei besser, Josy einzuschläfern.
Ich wurde vom anderen Verein um Hilfe gebeten und nahm Josy in meinem Quarantänestall auf, um sie weiter zu pflegen. Dorthin war es von der Klinik aus nur kurz zu fahren und die weitere medizinische Versorgung war gewährleistet, weshalb die Klinik zuletzt damit einverstanden war. Zu unserer Freude entwickelte Josy bei uns schnell viel Lebensfreude. Sie kam mit ihren zum Teil bleibenden Körperschäden erstaunlich gut zurecht. Ein dickes Hinterbein blieb als Schönheitsfehler zurück und benötigte lediglich häufigere Klauenkorrekturen, die Abszesse am übrigen Körper heilten auch ab. Lediglich ihr gebrochener Schwanzansatz mit Nervenabriss, vermutlich nach einer gewaltsamen Geburt, blieb ein Problem aus ihrem Vorleben mit lebenslangen Folgen für sie. Sie konnte den Schwanz kaum bewegen und war inkontinent, hatte also keine Kontrolle darüber, wie und wann sie Kot und Urin absetzte.
Bei unserem Umzug von Bayern nach Niedersachsen kam sie mit uns mit, weil sie sich inzwischen mit Kuh Queenie gut angefreundet hatte und wir die beiden nicht trennen wollten. Das ist fast sechs Jahre her, seitdem war sie in einer kleinen Herde befreundeter Rinder und genoss die Sommer auf der Weide. Wunderbarer Weise kam sie trotz ihrer Behinderung immer gut zurecht.
Dieses Jahr kam die kleine Truppe erst etwas später, an Pfingsten, auf die Weide. Josy zog sich dabei zwei kleinere Verletzungen am Schwanz zu, an dem sie weiterhin kaum etwas fühlen konnte. Sofort setzten Fliegen dort ihre Eier ab, ein Problem, dass zwar grundsätzlich während der Weidezeit bekannt ist, das ich aber selbst noch nie bei meinen Tieren hatte, obwohl ab und zu kleinere Verletzungen vorkommen können. Sie wurde dagegen behandelt, aber die Fliegen gaben nicht auf und probierten es täglich aufs Neue. Also war die Überlegung, Josy wieder auf den Hof zu holen, um die Behandlungen leichter durchführen zu können, die scheinbar trotz allem täglich nötig blieben. Heute Nacht hat sie uns die Entscheidung abgenommen. Sie verstarb an dem Platz, an den sie sich nach dem Grasen hingelegt hatte. Warum sie starb, bringt vielleicht noch die pathologische Untersuchung ans Licht. Alle Kollegen, mit denen ich Rücksprache gehalten habe, halten Herzversagen oder einen Gefäßverschluss für am Wahrscheinlichsten.
Josy, wir hatten eine gute Zeit zusammen. Die Bilder sprechen für sich. Jetzt bist du wieder mit Frau Rosalie aus deiner kleinen Herde zusammen, die diesen Winter gestorben ist. Es war so bewegend nach deiner Rettung damals zu sehen, wie du plötzlich entdeckt hast, dass das Leben doch schön ist.
Lina Geboren: 16.08.14 Gestorben: Mai 2020 Rasse: Weiß-blauer Belgier-Mix
Charakter: zurückhaltend
Abschied von Lina In einer Blitzaktion auf Facebook wurden mehrere Kälber innerhalb weniger Tage gerettet. Ganz mutig kaufte Michaela G. zwei Kälber: Lina und den gleichaltrigen Benny.
Lina starb nach einem Weideunfall, sie wurde nur knapp 6 Jahre alt. Sie lebte von 2015 bis 2020 zusammen mit Benny auf einem Pensionshof in Schwaben.
Rasse: Schwarzbunte Charakter: erst sehr ängstlich, später freundlich, fröhlich, verschmust
Abschied von Frau Rosalie Sie stammte aus einer Betriebsauflösung und wurde von einer privaten Retterin Mitte November 2016 an uns vermittelt, um sie vor dem Export zu bewahren. Sie war ein freundliches, aber schüchternes Tier mit wenig Selbstbewusstsein. Sie fand sich nach und nach bei Tier und Mensch ein und fühlte sich in einer kleinen Vierer-Herde bestens aufgehoben. Sie stand zusammen mit Vroni, Queenie und Josy. Sowohl auf der Weide als auch im Winterquartier sorgten wir für ein ihr bekanntes und stabiles Umfeld.
Anfang März 2020 hatte Frau Rosalie nachts einen Unfall im Stall, bei dem sie schwer an der Wirbelsäule verletzt wurde. Was genau passiert ist, können wir nur mutmaßen. Vermutlich hatte es mit Brunft und sehr viel Pech zu tun, denn diese Vierergruppe hat eigentlich ausgezeichnet zusammen gepasst. Den Folgetag über haben wir versucht, ihr wieder auf die Beine zu helfen. Aber es hat nichts Wirkung gezeigt und irgendwann war klar, dass wir ihr keinen Gefallen damit tun, weiter abzuwarten. Manchmal ist es nur schwer zu ertragen.
Liebe Rosalie, du hast uns viel Freude bereitet und bleibst unvergessen!
Soja Geboren: 09.02.2001 Gestorben: 05.02.2020 Rasse: Charolais
Charakter: lebensfroh, sehr lieb, unkompliziert und freundlich
Abschied von Soja Sojawar Rosines Freundin und sollte altersbedingt geschlachtet werden. Wir fanden sie vor als ein 15-jähriges schauriges Klappergestell mit massiven Fehlstellungen.
Ihre Tochter Tofu war ihr 13. Kalb und wir haben alle Drei im Mai 2016 gemeinsam befreit. Eigentlich wollte der Landwirt Tofu behalten, um mit ihr weiter zu züchten. Aber wir versuchen immer - wenn möglich - ganze Familien zu retten. Rinder hängen sehr an ihren nahen Verwandten und Freunden. Deshalb durfte Tofu dann auch mitkommen.
Soja lebte mit Tochter Tofu und Freundin Rosine zusammen erst im Hunsrück und dann auf einem wunderschönen Pensionsplatz in Hessen.
Soja starb Anfang Februar 2020 und verfehlte ihren 19. Geburtstag um nur 4 Tage. Ein stolzes Alter für eine einst derart ausgebeutete Milchkuh und 13-fache Mutter.