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Elliott
Geboren: 29.09.2012
Rasse: Mix

Charakter: Selbständig, verschmust

Elliott wünscht sich einen lieben Paten

Ein Bauer aus dem Ort wollte, dass ich ihn abkaufe, weil er bei ihm nicht gedieh. Er hätte an ihm ohnehin nichts verdient. Elliot sah mit einem Jahr noch aus wie ein fünfmonatiges Kalb. Dieses Lebensjahr hatte er ganz kurz angebunden in einem dunklen Stalleck verbringen müssen. Gegenüber an der anderen Wand angebunden befand sich seine Mutter Fanny, die wir später auch noch retten konnten. Wie sich heraus stellte, litt Elliott an einer Pansenübersäuerung. Durch die Behandlung nach der Übernahme wurde er gesund und fing dann auch bald an zu wachsen. Zusammen mit seinem Stallgefährten Gadi, den wir ihm zur Seite gestellt haben, wurde er auf einen Lebenshof gebracht. Dort lebt er auf riesigen Weiden in einer Rinderherde und sieht mittlerweile prachtvoll aus.

Foto: Bettina Ramesberger


Dani

Dani
Geboren: 19.07.13
Rasse: Tuxer

Charakter: freundlich, ideenreich

Die Resonanz auf den Aufruf zu Chayas Rettung war so gewaltig, dass ein weiteres Rind mit frei gekauft werden konnte. Die schwere Wahl im Stall fiel auf ein optimistisches, zutrauliches kleines Rind, das in seinem Geburtsstall in Österreich bereits konfisziert werden musste, weil der Besitzer die Tiere einfach nicht mehr versorgt hat. So war sie in Deutschland in einem Maststall gelandet, wo sie zusammen mit Chaya zur Schlachtung aufgefüttert werden sollte. Jetzt frisst sie auf Hof Butenlands riesigen Weiden, was sie will. Sie ist kugelrund, fröhlich und ihres Lebens endlich sicher.

Foto: Bernhard Wolf


Chaya

Chaya
Geboren: 17.07.2013
Rasse: Tuxer

Charakter: selbstbewusst, verrückt

Chaya war das erste Rind, das von einer ganzen Gruppe von Tierschützern gerettet wurde und nicht eigenverantwortlich von mir. Nachdem sich ihre Schlachtung durch mein Einwirken verzögert hatte, versuchte ich, eine tatsächliche Rettung zu organisieren. Das ist auf wundersame und großartige Weise gelungen.

Chaya lebt mit Freundin Dani inzwischen auf Hof Butenland, einem Kuhaltersheim mit Vorbildfunktion für andere Lebenshöfe.

Foto: Bernhard Wolf

Berta

Berta
Geboren: 28.04.2008
Rasse: Fleckvieh

Charakter: sehr lieb, menschenbezogen, Schmusekuh

Berta nahm ich im Frühjahr 2010 aus dem Schlachthof mit. Damals gab es die EU-Verordnungen noch nicht, die so etwas verbieten. Berta war am Vortag zur Schlachtung angeliefert worden, als zwei Jahre altes Mastrind. Zur Zucht war sie nie vorgesehen. Sie stand im Schlachthofstall und wartete auf ihren Tod. Und sie hat geschlottert und gezagt, wie irgendein Lebewesen im Angesicht seines Todes das nur tun könnte, Menschen eingeschlossen. Sie hat aus irgendeinem Grund all ihre Hoffnungen auf mich gesetzt, als sie mich gesehen hat. Wenn es ihr möglich gewesen wäre, hätte sie sich auf Knien liegend an meine Beine geklammert, um mich um Hilfe zu bitten. Das sprach aus jedem Blick und jeder ihrer Bewegungen. Das waren ein paar harte Stunden für mich, in denen ich entscheiden musste, ob ich mich an Kopf oder Herz halten will. Ich hatte kein Geld (1200,- € hat sie gekostet), keinen Platz vorbereitet, die schiere Größe dieses Tieres überforderte eigentlich alle meine Möglichkeiten. Ich nahm sie dennoch mit, Alma brauchte ohnehin Gesellschaft. Und letztendlich ging zum Glück alles gut, auch wenn das eine sehr gewagte Entscheidung war.

Foto: Nicole Tschierse

Alma

Alma
Geboren: 20.06.09
Rasse: Fleckvieh

Charakter: selbstbewusst, neugierig, menschenbezogen

Alma wartete als fünf Monate altes Kalb im Schlachthof auf ihre Tötung. Sie war seit mindestens zwei Tagen ohne Tränke und Futter (sie brauchte noch Milch, frass aber schon etwas Heu). Und sie lag ganz lässig in der Box und wartete einfach. Sie hatte überhaupt keine Angst und sie hat keinen Ton gesagt. Kälber schreien sonst immer im Schlachthof, erst recht, wenn sie hungrig sind. Sie schien zu wissen, was ich noch nicht wusste: ihr würde nichts passieren, denn sie würde mit mir gehen. Ich hatte diese Idee damals noch gar nicht. Nicht richtig, jedenfalls. Als dann gleich zwei aus der Schlachthof-Leitung nacheinander zu mir kamen, um mir vorzujammern, dass dieses Kalb überzählig sei und gar nicht gebraucht würde, fiel der Groschen bei mir Pfennig-weise. Sie hat sich von Anfang an gut in alles eingefügt, obwohl ich gar nicht auf ihre Ankunft vorbereitet war und vieles improvisiert werden musste. Ihre Ideen und ihr Sportsgeist haben später allerdings manchmal über das Ziel hinaus geschossen. Inzwischen ist sie aber eine sehr verlässliche Kuhgefährtin geworden.

Foto: Selina Kiesling